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Deutschlandweit gültig: Die wichtigsten Fragen zum 49-Euro-Ticket


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Die wichtigsten Fragen zum 49-Euro-Ticket

Von dpa, afp, jro

Aktualisiert am 03.11.2022Lesedauer: 3 Min.
49-Euro-Ticket
Nach dem Erfolg des bundesweiten 9-Euro-Tickets soll ein 49-Euro-Ticket als Nachfolger kommen. (Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-bilder)
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Das 49-Euro-Ticket soll mehr Menschen in den Nah- und Regionalverkehr locken. Doch zu welchen Konditionen können Fahrgäste einsteigen?

Das Wichtigste im Überblick


  • Was beinhaltet das Ticket?
  • Wann kommt das Ticket?
  • Wie werden die Kosten verteilt?
  • Sonderregelungen in einzelnen Bundesländern?

Millionen Fahrgäste sollen im kommenden Jahr von einem bundesweit gültigen 49-Euro-Ticket für den Nah- und Regionalverkehr profitieren. Über offene Finanzierungsfragen haben sich Bund und Länder am Mittwoch geeinigt.

Das sogenannte "Deutschlandticket" soll so schnell wie möglich eingeführt werden, erklärte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) im Anschluss an die Beratungen. Er lobte den Beschluss. Das neue Ticket sei "attraktiv, digital, einfach". Es sei für die Bürger noch nie so einfach gewesen, Bus und Bahn zu nutzen. "Jetzt ist der Weg frei für die größte ÖPNV-Tarifreform in Deutschland."

Einige Fragen sind aber noch offen – ein Überblick:

Was beinhaltet das Ticket?

Geplant ist ein digitales, deutschlandweit gültiges "Deutschlandticket" für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu einem Einführungspreis von 49 Euro pro Monat. Erhältlich sein soll es im monatlich kündbaren Abonnement, wie es in einem Beschlussvorschlag des Kanzleramts hieß. Der Preis könnte im Laufe der Zeit steigen.

Wann kommt das Ticket?

Das Ticket solle möglichst zum 1. Januar kommen, sagte Wissing. Ob das klappt, ist noch offen. Es seien Vorarbeiten für das Ticket geleistet worden, aber noch Fragen zu beantworten.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann bezweifelte, dass das 49-Euro-Ticket im Januar kommt. Der Grünen-Politiker sagte den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR), möglicherweise komme es erst am 1. März oder 1. April. Die Umsetzung sei aufwendig. Der Länderanteil in Höhe von 1,5 Milliarden Euro müsse in den Haushalten der Länder verankert werden. In der "Süddeutschen Zeitung" wies Hermann zudem darauf hin, dass Automaten umgestellt, Tarifsysteme angepasst und Gremienbeschlüsse gefasst werden müssten.

Wie werden die Kosten verteilt?

Die Einigung sieht vor, dass Bund und Länder sich die Kosten für das 49-Euro-Ticket von insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr teilen – beide Seiten steuern also 1,5 Milliarden bei. Der Bund stellt zudem eine Milliarde Euro jährlich an Regionalisierungsmitteln bereit. Dieser Betrag soll von 2023 an jedes Jahr um drei Prozent erhöht werden, bisher seien es 1,8 Prozent. Damit solle auch der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs in der Fläche vorangetrieben werden. Mit den Regionalisierungsmitteln bestellen die Länder die Leistungen bei den Verkehrsbetrieben.

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Die Länder hatten eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel zur Bedingung gemacht, dass sie ein 49-Euro-Ticket mitfinanzieren. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte im Vorfeld allerdings klargemacht, dass das zugesprochene Geld vielen Länder nicht reichen werde, um den Bestand der Verkehrsnetze zu finanzieren. Auch deshalb könnten die 49 Euro für das Ticket nur ein Einstiegspreis sein, sagte er.

Sonderregelungen in einzelnen Bundesländern?

Einzelne Bundesländer haben bereits vergünstigte Tickets für die regionalen Verkehrsverbünde eingeführt. Berlin bietet beispielsweise ein 29-Euro-Ticket an – die rot-grüne Koalition in Niedersachsen plant ein ähnliches Ticket für Schüler und Azubis, sagte Weil. Diese Sonderregelungen sind durch die Einigungen zwischen Bund und Ländern nicht betroffen. In der Beschlussvorlage hatte es dazu geheißen, dass "länderspezifische Vergünstigungen" ermöglicht werden sollen, "sofern Differenzbeträge durch die jeweiligen Länder finanziert werden".

Das millionenfach gekaufte 9-Euro-Ticket hatte im Juni, Juli und August für je einen Monat Fahrten in Bus und Bahn ermöglicht. Eine Nachfolgelösung wurde lange durch offene Finanzierungsfragen verhindert. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz Maike Schaefer (Grüne) begrüßte die Einigung: "Das 9-Euro-Nachfolgeticket "Deutschlandticket" ist eine echte Entlastung im Portemonnaie vieler Pendler."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP
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