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Friedrich Merz: CDU will sich nicht weiter von "Herrn Maaßen provozieren lassen"


Parteiausschlussverfahren droht
Merz: Wollen uns nicht weiter "von Herrn Maaßen provozieren lassen"

Von afp
31.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Friedrich Merz über Hans-Georg Maaßen: "Er verstößt im Gegenteil laufend gegen die Grundsätze und die Ordnung der Partei."Vergrößern des BildesFriedrich Merz über Hans-Georg Maaßen: "Er verstößt im Gegenteil laufend gegen die Grundsätze und die Ordnung der Partei." (Quelle: Chris Emil Janssen/imago images)
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Die CDU fordert Hans-Georg Maaßen auf, die Partei zu verlassen – andernfalls drohen Konsequenzen. Friedrich Merz macht seinen Standpunkt deutlich.

CDU-Chef Friedrich Merz will mit dem Vorgehen gegen Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen Schaden von seiner Partei abwenden. Maaßen sei "offenkundig nicht am Wohl der CDU gelegen", sagte Merz der Nachrichtenseite ntv.de nach Angaben vom Dienstag. "Er verstößt im Gegenteil laufend gegen die Grundsätze und die Ordnung der Partei."

Das CDU-Präsidium hatte Maaßen am Montag eine Frist zum Parteiaustritt gesetzt. Sie läuft bis Sonntagmittag. Wenn Maaßen dieser Aufforderung nicht nachkommt, sollen ihm "mit sofortiger Wirkung" die Mitgliedsrechte entzogen und zugleich ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet werden. Hier lesen Sie mehr dazu.

"Weiße sind eine minderwertige Rasse"

Maaßen hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit rechten und antisemitischen Äußerungen für Aufsehen gesorgt – zuletzt vor einigen Tagen in einem Interview mit einem rechtspopulistischen Internetportal. "Nach grün-roter Rassenlehre sind Weiße eine minderwertige Rasse", behauptete er dort unter anderem.

"Wir standen vor der Abwägung, ob wir uns weiter von Herrn Maaßen provozieren lassen wollen oder ob wir jetzt einen Schnitt machen", sagte CDU-Chef Merz zu ntv.de. Er empfinde "Konservative in der CDU auch als Teil unserer Partei", in der es "über Jahrzehnte eine sehr große Bandbreite an unterschiedlichen Meinungen" gegeben habe. Die Sprache Maaßens habe aber "mit konservativ nichts mehr zu tun."

"Pure Behauptungen"

Maaßen selbst sieht die CDU weiter als seine politische Heimat. Er habe nur aus den Medien erfahren, dass er die Partei verlassen solle, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. Maaßen betonte dabei, er habe viele Freunde in der CDU. Vorwürfe, er würde völkisches Gedankengut verbreiten, wies er als "pure Behauptungen" zurück.

Maaßen war von 2012 bis 2018 Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. Er musste den Posten räumen, nachdem er rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz in Zweifel gezogen hatte.

Er war am Samstag zum Vorsitzenden der konservativen Werteunion gewählt worden. Sie hat nach eigenen Angaben 4.000 Mitglieder, die zu 85 Prozent aus der CDU stammen. Das CDU-Präsidium hatte Parteimitglieder am Montag auch aufgefordert, die Werteunion zu verlassen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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