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Polizei beschĂ€digte bei Razzia 40 TĂŒren

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 09.05.2018Lesedauer: 2 Min.
Ramme im Einsatz: In der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen wurden 40 TĂŒren beschĂ€digt, als Hunderte Polizisten das GebĂ€ude durchsuchten. Das Foto ist bei einer Übung entstanden.
Ramme im Einsatz: In der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen wurden 40 TĂŒren beschĂ€digt, als Hunderte Polizisten das GebĂ€ude durchsuchten. Das Foto ist bei einer Übung entstanden. (Quelle: dpa)
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Bei der Razzia in der Asylunterkunft in Ellwangen hat die Polizei 40 TĂŒren beschĂ€digt. Dabei sind die RĂ€ume in solchen Einrichtungen gar nicht abgeschlossen.

Es krachte und knallte am 3. Mai in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen: Als dort mehrere Hundert EinsatzkrĂ€fte zeitgleich ihre Durchsuchungen starteten, verschafften sich die Polizisten mit Rammen gewaltsam Zutritt in Zimmer. "Einzelne" TĂŒren seien dabei beschĂ€digt worden, erklĂ€rte die Pressestelle des zustĂ€ndigen PolizeiprĂ€sidiums Aalen zu t-online.de.

Das ist leicht untertrieben: Es waren 40 TĂŒren, teilte das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart auf Anfrage von t-online.de mit. Es sei Standard in diesen Erstaufnahmeeinrichtungen, dass die untergebrachten Menschen keine SchlĂŒssel haben und die TĂŒren mit Drehgriffen zu öffnen und nicht abschließbar seien. Hassan Alassa, ein Sprecher der Schwarzafrikaner, hatte der Polizei gegenĂŒber t-online.de vorgeworfen, unverschlossene TĂŒren mit Rammen gewaltsam geöffnet zu haben. Die Polizei spricht dagegen davon, Bewohner hĂ€tten sich verbarrikadiert.

Ramme im Einsatz: In der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen wurden 40 TĂŒren beschĂ€digt, als Hunderte Polizisten das GebĂ€ude durchsuchten. Das Foto ist bei einer Übung entstanden.
Ramme im Einsatz: In der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen wurden 40 TĂŒren beschĂ€digt, als Hunderte Polizisten das GebĂ€ude durchsuchten. Das Foto ist bei einer Übung entstanden. (Quelle: dpa)

TĂŒren teilweise von innen gesichert

Ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Aalen erklĂ€rte auf Anfrage von t-online.de, bei solchen EinsĂ€tzen komme es zwar auf Zeitkomponente und Schlagartigkeit an, um Flucht oder Entsorgung von Beweismitteln zu verhindern. "Wir treten aber keine offenen TĂŒren ein." Konfrontiert mit der Zahl von 40 TĂŒren sagte er, dann seien die "vermutlich alle von innen gesichert gewesen". Schadensmeldungen seien an die Polizei bislang nicht herangetragen worden. "Die TĂŒren gehören ĂŒbrigens nicht den Bewohnern, sondern dem RegierungsprĂ€sidium Stuttgart." Die Polizei konnte keine Angaben machen, wie viele RĂ€ume insgesamt durchsucht wurden.

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Aus den Fugen geraten: Ein Video aus der Einrichtung in Ellwangen zeigt etliche TĂŒren, die zerstört sind. FlĂŒchtlinge sagen, die Polizei habe nicht abgeschlossene TĂŒren mit Gewalt geöffnet.
Aus den Fugen geraten: Ein Video aus der Einrichtung in Ellwangen zeigt etliche TĂŒren, die zerstört sind. FlĂŒchtlinge sagen, die Polizei habe nicht abgeschlossene TĂŒren mit Gewalt geöffnet. (Quelle: t-online.de)

Das RegierungsprĂ€sidium bestĂ€tigte, TĂŒren seien teilweise vor dem Einsatz mechanisch oder durch "Manipulation am Schließmechanismus" von innen gesichert worden, konnte aber nichts zur Zahl sagen. Polizei-Einsatzleiter Peter Hönle hatte in einer Pressekonferenz nach dem Einsatz davon gesprochen, die Bewohner hĂ€tten vorab Informationen erhalten und schon tagsĂŒber einen Polizeieinsatz erwartet. Der Kameruner Hassan Alassa hatte von "bĂŒrgerkriegsĂ€hnlichem" Vorgehen der Polizei gesprochen.

Keine Waffen bei Einsatz gefunden

Die Razzia war Folge eines gescheiterten Versuchs am 30. April, einen 23-jĂ€hrigen Togolesen zur Abschiebung mitzunehmen. Nachdem sich immer mehr Bewohner um vier Beamte versammelt hatten und die Polizei die Stimmung als bedrohlich-aggressiv empfunden hatte, waren die vier eingesetzten Beamten abgezogen und hatten den in Handschellen gefesselten Mann zurĂŒckgelassen. Das hatte deutschlandweit Debatten um ein Versagen des Rechtsstaats ausgelöst. Am Mittwoch diskutierte der baden-wĂŒrttembergische Landtag den Fall auf Antrag der FDP.

Bei dem folgenden Großeinsatz am 3. Mai waren keine Waffen gefunden worden. Gegen fĂŒnf Personen waren Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf VerstĂ¶ĂŸe gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz, gegen zwei wegen Diebstahls eingeleitet worden. 26 Bewohner hatten laut Polizei Fluchtversuche unternommen, elf waren aus Fenstern gesprungen. 23 hatten laut Polizei Widerstand geleistet.

Ein Polizist ohne Fremdverschulden verletzt

Der Kameruner Hassan Alassa, der Mit-Organisator einer Demo am Mittwoch wegen des Einsatzes war, hatte t-online.de gesagt, der vorgebliche Widerstand sei zum Teil panische Reaktion darauf gewesen, von Fremden nachts aus dem Schlaf gerissen zu werden. "Manche wehren sich dann, andere flĂŒchten."

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Unter den zwölf Verletzten war ein Polizist, der sich ohne Einwirkung anderer verletzt hatte. Zur Höhe des Schadens an den TĂŒren kann das RegierungsprĂ€sidium noch keine Angaben machen. Die Reparatur erfolge im Rahmen der laufenden Bauunterhaltung.

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