Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

Papier enthüllt: Grüne fordern Öko-Bedingungen für Kredite an Unternehmen

Positionspapier  

Grüne fordern Öko-Bedingungen für Unternehmenskredite

17.11.2020, 17:01 Uhr | TiK, t-online

Papier enthüllt: Grüne fordern Öko-Bedingungen für Kredite an Unternehmen. Hamburg: Abfluftfahnen des Heizkraftwerks Moorburg. (Quelle: imago images)

Hamburg: Abfluftfahnen des Heizkraftwerks Moorburg. (Quelle: imago images)

Staatliche Kredite sind sehr wichtig für viele Unternehmen in der Corona-Krise. Die Grünen fordern jetzt: Künftig sollen diese Kredite daran geknüpft sein, ob eine Firma nachhaltig wirtschaftet.

Die Grünen wollen künftig Umweltschutz, ökologisches Wirtschaften und soziale Standards als Bedingung für Bundesbeteiligungen und Unternehmenskredite machen. Dies zeigt ein Positionspapier, das t-online exklusiv vorliegt und in Kürze veröffentlicht werden soll.

In der Corona-Pandemie werden diverse Unternehmen und Firmen mit staatlichen Geldern gefördert. Dies solle jedoch in Zukunft ökologischen Regulativen unterliegen, dafür plädieren die Verfasser aus der Grünen-Bundestagsfraktion.

Stärkere Einbringung in Aufsichtsräten

Der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter und die Sprecherin für Wirtschaftspolitik, Katharina Dröge sowie der Haushaltspolitische Sprecher, Sven-Christian Kindler haben das Papier verfasst. Sie fordern eine strenge Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens. Und dass die Unternehmen, die künftig staatlich gefördert werden oder Staatskredite beantragen, sich auf einen "Reduktionspfad" zur Senkung ihrer Emissionen begeben. 

Zudem müsse eine "Exit-Strategie" für eine Unternehmensbeteiligung stärker vereinbart werden. Und der Bund müsse sich auch in den Aufsichtsräten der Unternehmen während der Zeit der Förderung oder Kreditbewilligung stärker einbringen.

Gleichzeitig kritisieren die Grünen drei Punkte, die aus ihrer Sicht das Wirtschaftsministerium falsch macht: Der "notwendige, ökologische Umbau" der Unternehmen werde "ignoriert". Private, große Vermögen von Steuerzahlern würden abgesichert, ohne dass diese dafür einen Beitrag leisten müssten. Und der Bund verzichte auf Mitspracherecht in den Unternehmen, obwohl er selbst "mit Eigenkapital haftet". Für den Klimaschutz sei dies fatal.

Verwendete Quellen:
  • Positionspapier von Bündnis90/Die Grünen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal