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Bundeswehr: Deutsche Werft GNYK klagt wegen Kriegsschiff

Niederländer sollen Fregatte bauen  

Deutsche Werft klagt wegen Kriegsschiff

20.01.2020, 11:46 Uhr | dpa

Bundeswehr: Deutsche Werft GNYK  klagt wegen Kriegsschiff. Kriegsschiffe der deutschen Bundesmarine: Für den Bau von vier Schiffen sind insgesamt 5,27 Milliarden Euro veranschlagt. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr. (Quelle: imago images)

Kriegsschiffe der deutschen Bundesmarine: Für den Bau von vier Schiffen sind insgesamt 5,27 Milliarden Euro veranschlagt. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr. (Quelle: imago images)

Weil die "MKS 180" von einer niederländischen Werft gebaut werden soll, wollen deutsche Kriegsschiffkonstrukteure klagen. Man habe erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung. 

Die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) wird gegen die Entscheidung zur Vergabe des Auftrags für das Kriegsschiff "MKS 180" an ein niederländisch geführtes Konsortium rechtlich vorgehen. "Nach gründlicher Prüfung haben wir uns entschieden, die Vergabeentscheidung zu rügen", sagte ein Sprecher der Werft. "Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung und werden deshalb alle juristischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, ausschöpfen." Damit macht GNYK nach eigenen Angaben von seinem im Vergaberecht bestehenden Recht Gebrauch, die Entscheidung überprüfen zu lassen. Zuerst hatte das "Handelsblatt" berichtet.

Mit dem "MKS 180" will das Bundesverteidigungsministerium ein neuartiges Mehrzweckkampfschiff anschaffen. Für den Bau von vier Schiffen sind insgesamt 5,27 Milliarden Euro veranschlagt. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr.

Massive Kritik aus Politik und Wirtschaft

Am 13. Januar war bekannt geworden, dass das neue Marinekampfschiff unter niederländischer Federführung bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut werden soll. Aus der Ausschreibung ging die Werft Damen Shipyards Group als Sieger hervor. Um den Auftrag für das Milliardenprojekt hatte sich auch GNYK mit Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) als Subunternehmer beworben.

Die Entscheidung für das niederländisch geführte Konsortium war in Politik und Wirtschaft auf massive Kritik gestoßen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass der Bau solcher Schiffe im Vertrag der Großen Koalition in Berlin als Schlüsseltechnologie für Deutschland bezeichnet werde, die erhalten bleiben müsse. Nach Ansicht von Kritikern ist dies durch die Auftragsvergabe in die Niederlande gefährdet. Es sei auch nicht nachzuvollziehen, dass dieses nationale Rüstungsprojekt überhaupt europaweit ausgeschrieben worden sei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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