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Petry beklagt Druck in der AfD auf ihre Unterstützer

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"Es tut weh dabei zuzusehen"  

Petry beklagt Druck in AfD auf Unterstützer

29.09.2017, 15:07 Uhr | AFP, dpa-AFX, rtr, pdi, jmt

Petry beklagt Druck in der AfD auf ihre Unterstützer. Frauke Petry klagt nach ihrem Austritt aus der AfD über parteiinterne Anfeindungen. (Quelle: dpa)

Frauke Petry klagt nach ihrem Austritt aus der AfD über parteiinterne Anfeindungen. (Quelle: dpa)

In der sächsischen AfD haben nach dem Rückzug von Frauke Petry weitere führende Vertreter ihre Ämter niedergelegt. Petry beklagt, dass parteiintern ihre Unterstützer Repressalien ausgesetzt seien. 

In einem Interview wies Petry den Vorwurf zurück, sie habe Co-Parteichef Jörg Meuthen und den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland mit ihrem unangekündigten Rückzug gezielt beschädigen wollen. "Wenn es mir um das Persönliche gegangen wäre, hätte ich einige der internen Vorgänge aus der AfD-Spitze der vergangenen Monate öffentlich gemacht", sagte sie "Zeit Online".

"Es tut weh dabei zuzusehen, wie Mitglieder verbal gejagt werden – um Alexander Gauland zu zitieren –, die sich jetzt nicht sofort von mir lossagen, die den Kontakt halten, die über unsere Ausstiegsgründe auch nur differenziert nachdenken wollen."

Austritte erschüttern Sachsen-AfD

Der stellvertretende Landesvorsitzende Sven Simon und der Landesvorsitzende der Jungen Alternative Sachsen, Julien Wiesemann, traten mit sofortiger Wirkung zurück. Auch das Vorstandsmitglied Ralf Nahlob legte alle Funktionen nieder und erklärte zugleich seinen sofortigen Austritt aus der AfD.

Diesen Schritt behielt Simon sich noch vor. "Die Ausrichtung der AfD macht mir Sorgen und lässt mich zweifeln, ob ich noch in der Partei bin, in die ich eingetreten war", erklärte er. Wiesemann, der auch Beisitzer im Landesvorstand der AfD Sachsen war, kündigte an, er werde als "einfaches Parteimitglied die Entwicklung der Partei in nächster Zeit beobachten".

Die bisherige AfD-Vorsitzende und Chefin des sächsischen Landesverbandes Petry hatte zu Wochenbeginn überraschend ihren Parteiaustritt erklärt und angekündigt, nach dem Sieg in ihrem Wahlkreis bei der Bundestagswahl als unabhängige Abgeordnete in den Bundestag einzuziehen. Auch ihr Ehemann Marcus Pretzell, der bislang AfD-Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender in NRW war, trat zurück und wird ab Montag nicht mehr Parteimitglied sein. Auch er will seine Mandate behalten. Pretzell sitzt im Europaparlament und sagte gegenüber "Politico": "Eher gehe ich zur Hölle, als dass ich meinen Sitz der AfD überlasse."   

In Sachsen gaben daraufhin auch der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Uwe Wurlitzer, und Fraktionsvizechefin Kirsten Muster ihre Ämter ab. Petry und Wurlitzer vollzogen auch ihren Parteiaustritt mit Wirkung zum 30. September, wie die "Welt" unter Berufung auf einen Sprecher Petrys berichtete. Petry sondiert derzeit einen politischen Neuanfang. Ob sie die Gründung einer neuen Partei anstrebt, ließ sie bislang offen – Pretzell sagte, dass Duo werde Gespräche in viele Richtungen führen. Durch die Rück- und Austritte in der sächsischen AfD dürften die Spekulationen über eine solchen Schritt weiter befeuert werden.

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