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Franziska Giffey: Doktorarbeit von Familienministerin in der Kritik

Bericht des "Spiegel"  

Prüfer beanstanden jede dritte Seite von Giffeys Doktorarbeit

03.05.2019, 16:40 Uhr | AFP

Franziska Giffey: Doktorarbeit von Familienministerin in der Kritik. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: Ihre Doktorarbeit enthält einem Medienbericht zufolge offenbar zahlreiche Verstöße gegen wissenschaftliche Regeln. (Quelle: imago images/Felix Zahn)

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: Ihre Doktorarbeit enthält einem Medienbericht zufolge offenbar zahlreiche Verstöße gegen wissenschaftliche Regeln. (Quelle: Felix Zahn/imago images)

Die Doktorarbeit von Familienministerin Giffey soll zahlreiche Verstöße gegen wissenschaftliche Regeln enthalten. Die Ministerin hatte die Prüfung durch Plagiatsjäger selbst in Auftrag gegeben. 

Die Plagiatsprüfer der Plattform Vroniplag haben einem Bericht des "Spiegel" zufolge auf etwas mehr als jeder dritten Seite der Doktorarbeit von SPD-Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Verstöße gegen wissenschaftliche Regeln gefunden. Das berichtet das Magazin vorab unter Berufung auf die inzwischen beendete Untersuchung der Aktivisten. Problematisch sei vor allem, dass unsorgfältig mit Quellenverweisen umgegangen worden sei. 

"Blind- und Fehlzitate" werden kritisiert

Demnach gebe es in der Arbeit zahlreiche "Blind- und Fehlzitate", bei denen Belege in Fußnoten offenbar ungeprüft übernommen worden seien. Vroniplag-Vertreter Gerhard Dannemann sprach laut "Spiegel" von einem eher mittelschweren Fall. Die beanstandeten Mängel seien vor allem deswegen gefährlich, weil sich so Fehler weiterverbreiten könnten.

Giffey selbst hatte die Freie Universität Berlin nach früheren Berichten um eine offizielle Prüfung ihrer Doktorarbeit gebeten und betont, sie habe diese "nach bestem Wissen und Gewissen verfasst".


In den vergangenen Jahren hatte es in der deutschen Politik mehrere Plagiatsvergehen gegeben. Auch prominente Politiker wie der frühere CSU-Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und die ehemalige CDU-Bundesbildungsministerin Annette Schavan waren betroffen. Sie verloren ihre Doktortitel oder gaben sie freiwillig ab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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