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CSU: Womöglich doch erster muslimischer Bürgermeisterkandidat

Nach Bürgermeisterstreit in Bayern  

Womöglich doch erster muslimischer CSU-Kandidat

13.01.2020, 17:30 Uhr | dpa

CSU: Womöglich doch erster muslimischer Bürgermeisterkandidat. Ozan Iyibas (r.) mit Andreas Scheuer (l.), Dorothee Bär und Josef Schmid: Wird Iyibas erster muslimischer Bürgermeisterkandidat der CSU? (Quelle: imago images)

Ozan Iyibas (r.) mit Andreas Scheuer (l.), Dorothee Bär und Josef Schmid: Wird Iyibas erster muslimischer Bürgermeisterkandidat der CSU? (Quelle: imago images)

Zuletzt gab ein engagiertes Parteimitglied resigniert auf – für einen Muslim als Bürgermeisterkandidat schien die CSU nicht bereit. Nun könnte es allerdings doch noch dazu kommen.

Nach dem Rückzug eines muslimischen CSU-Bewerbers im bayerischen Wallerstein könnte es nun andernorts im Freistaat einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten der CSU geben: Ozan Iyibas gilt für die Kommunalwahl am 15. März nach Medienberichten derzeit als wahrscheinlichster Kandidat in Neufahrn. An diesem Freitag ist die Nominierungsversammlung.

Am Freitag wird nominiert

Der 37-Jährige, in Freising geboren und in Neufahrn aufgewachsen, führt dort schon die CSU-Liste für die Gemeinderatswahl an. Auch deshalb gilt der Bankkaufmann als wahrscheinlichster Kandidat. Er selbst wollte das nicht bestätigen. "Das ist eine Option", sagte er. Der Kandidat oder die Kandidatin für den Posten werde aber erst am Freitagabend nominiert.

Iyibas gehört wie seine Eltern den Aleviten an. Die Konfession wird regelmäßig, wenn auch nicht immer, dem Islam zugerechnet. Es gibt aber sehr deutliche Unterschiede: Die Regeln sind bei Weitem nicht so streng, das Alevitentum gilt als deutlich liberaler und säkularer.

Iyibas sagt, er sei "voll bayerisch und voll deutsch". Und er sei "genauso ein CSU-ler" wie jeder andere. Tatsächlich trat er bereits 2007 in die Partei ein. Seit 2015 ist er Landesvorsitzender des Arbeitskreises Migration und Integration der CSU auf Landesebene.

Zuletzt hatte die CSU in Wallerstein für Schlagzeilen gesorgt, weil dort ein möglicher muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat, Sener Sahin, wegen Widerstands an der eigenen Parteibasis aufgab. Der Wallersteiner CSU-Vorstand hatte mit Sahin an der Spitze in die Wahl am 15. März gehen wollen. Da es an der Basis aber Kritik an Sahin wegen dessen Religion gab, zog der Kandidat seine Bewerbung zurück.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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