Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Parteien >

Corona-Krise: Grünen-Politiker Trittin offen für Bündnis mit der Union

Gemeinsamkeiten durch Corona  

Trittin sieht Schwarz-Grün nicht mehr so kritisch

13.08.2020, 04:30 Uhr | AFP

Corona-Krise: Grünen-Politiker Trittin offen für Bündnis mit der Union. Jürgen Trittin: Der Grünen-Politiker hat sich zu einem schwarz-grünen Bündnis bei der nächsten Bundestagswahl geäußert. (Quelle: imago images)

Jürgen Trittin: Der Grünen-Politiker hat sich zu einem schwarz-grünen Bündnis bei der nächsten Bundestagswahl geäußert. (Quelle: imago images)

Jürgen Trittin sieht neue Schnittmengen mit CDU und CSU. Ein schwarz-grünes Bündnis könne er sich vorstellen. Über Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidaten zeigte der Grünen-Politiker Verwunderung.

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin sieht durch die Corona-Politik neue Schnittmengen mit CDU und CSU für ein mögliches schwarz-grünes Bündnis nach der nächsten Bundestagswahl. Die CDU habe angesichts der Pandemie "eine ideologische Grundposition über Bord geworfen, an der sie noch 2013 die Sondierungen mit den Grünen scheitern ließ", sagte der zum linken Parteiflügel der Grünen gehörende frühere Bundesumweltminister dem "Tagesspiegel".

Damals habe die CDU darauf bestanden, in der europäischen Krise weiter auf Austerität und Sparpolitik zu setzen. Nun habe Corona "erzwungen, das Dogma der Schwarzen Null abzuräumen", sagte Trittin. "Das macht Verhandlungen nach der Bundestagswahl etwas leichter."

Zugleich betonte er, dass es mit der SPD größere Schnittmengen gebe und die Option eines Linksbündnis ebenfalls bestehe. "Wenn es solche Mehrheiten gäbe, wäre das Abo der Union aufs Kanzleramt beendet", sagte der Ex-Umweltminister.

Verwunderung über Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat

Trittin zeigte sich aber verwundert über nach der Nominierung von Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten aus den Reihen der Sozialdemokraten erhobene Forderungen, die Grünen sollten einer schwarz-grünen Koalition eine Absage erteilen.

Er finde es "lustig, wenn Sozialdemokraten uns warnen, mit dem 'Klassenfeind zu kollaborieren'", sagte er. Die SPD regiere in der dritten großen Koalition mit der Union, also mehr als ein Jahrzehnt. Und in Brandenburg habe die SPD lieber die CDU ins Boot geholt und die Linke aus der Regierung gejagt, fügte Trittin hinzu. "Da sollten sie jetzt mal die Füße still halten."

Irritiert zeigte sich Trittin auch über SPD-Chefin Saskia Esken, die gesagt hatte, dass sich die SPD ein Linksbündnis mit grünem Kanzler vorstellen könne, falls die Grünen bei der Bundestagswahl vor der SPD landen sollten. "Ein gesundes sozialdemokratisches Selbstbewusstsein hätte es Frau Esken eigentlich verboten, über diese Frage zu spekulieren", urteilte Trittin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal