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Gauland muss AfD-Parteitag im Krankenwagen verlassen

Von dpa
Aktualisiert am 29.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Alexander Gauland beim AfD-Parteitag in Kalkar: Er konnte am zweiten Tag der Veranstaltung krankheitsbedingt nicht teilnehmen.
Alexander Gauland beim AfD-Parteitag in Kalkar: Er konnte am zweiten Tag der Veranstaltung krankheitsbedingt nicht teilnehmen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa-bilder)
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Der zweite Tag des AfD-Bundesparteitags in Kalkar findet ohne Fraktionschef Alexander Gauland statt. Der 79-Jährige musste die Veranstaltung mit einem Krankenwagen verlassen.

Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, hat nach Angaben von Parteifreunden am Sonntag den Bundesparteitag der AfD in Kalkar aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig verlassen. Ein Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, dem Ehrenvorsitzenden sei in der Nase eine kleine Ader geplatzt. Nach Angaben aus Parteikreisen verließ der 79-Jährige am Morgen das Gelände mit einem Krankenwagen in Begleitung von zwei Fahrzeugen mit Berliner Kennzeichen.

"Herzliche Grüße aus dem Krankenhaus"

Die Co-Fraktionschefin Alice Weidel sagte am Mittag vor den Delegierten: "Alexander Gauland hat mich gebeten, herzliche Grüße aus dem Krankenhaus auszurichten, und es geht ihm gut." Sein gesundheitliches Problem sei nur eine "Kleinigkeit", er sei wohlauf.

Gauland hatte am Samstag, dem ersten Tag des zweitägigen Bundesparteitages, scharfe Kritik am Parteivorsitzenden Jörg Meuthen geübt, nachdem dieser in einer Rede unter anderem Gaulands Wortwahl angegriffen hatte. Meuthen hatte gesagt, in Deutschland herrsche keine "Corona-Diktatur". Gauland hatte in einer Rede im Bundestag von einer "Corona-Diktatur auf Widerruf" gesprochen. In einem Interview sagte Gauland in Kalkar, er brauche nicht "irgendwelche Zensuren von Jörg Meuthen für die Fraktionsführung".

Die AfD hatte am Morgen ihren Bundesparteitag in Kalkar am Niederrhein fortgesetzt. Am zweiten und letzten Tag sollen vor allem Organisationsfragen beraten werden. Es geht unter anderem um Änderungen an der Wahl- sowie die Finanz- und Beitragsordnung. Am Samstag hatten die mehr als 500 Delegierten ein sozialpolitisches Konzept beschlossen, das einen flexibleren Renteneintritt vorsieht und Altersarmut von Menschen mit langjähriger Erwerbstätigkeit verhindern soll.

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