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Linke Justizministerin greift massiv in Interview ein

Von t-online, ann

Aktualisiert am 24.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Jacqueline Bernhardt: Ihre Partei regiert in Mecklenburg-Vorpommern jetzt gemeinsam mit der SPD.
Jacqueline Bernhardt: Ihre Partei regiert in Mecklenburg-Vorpommern jetzt gemeinsam mit der SPD. (Quelle: Metodi Popow/imago-images-bilder)
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War die DDR eine Diktatur? Auf diese Frage lieferte die neue Linken-Politikerin Jacqueline Bernhardt in einem Interview eine Antwort, die sie später nicht gedruckt sehen wollte. Ihr Team griff zum Rotstift.

Erst vor gut einem Monat ist Jacqueline Bernhardt als Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern vereidigt worden. Schon jetzt aber macht die 44-Jährige zum ersten Mal Negativ-Schlagzeilen – weil sie massive Änderungen an einem Interview zu den Themen DDR und Diktatur vorgenommen hat.

Die "Schweriner Volkszeitung" druckte das Interview mit Bernhardt am Mittwoch ab – und machte dabei deutlich, welche Antworten die Ministerin im Autorisierungsprozess abänderte. Zur Erklärung: Wortlaut-Interviews werden in Deutschland nach dem Gespräch verschriftlicht und dem Interviewpartner zur Abnahme noch einmal vorgelegt. Das Gegenüber hat also Gelegenheit, noch einmal einzugreifen – eine Praxis, die in der Medienbranche immer wieder scharf in der Kritik steht.

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"Wie definieren Sie eine Diktatur?"

Im aktuellen Fall griff Bernhardt offensichtlich gleich bei mehreren Fragen zum Rotstift. Ob es sich bei der DDR um einen Unrechtsstaat gehandelt habe, wird sie zuerst gefragt. Bernhardt weist den Begriff "Unrechtsstaat" zurück. Er mache die "Lebensleistung der Ostdeutschen zunichte", antwortet sie.

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Die "Schweriner Volkszeitung" hakt nach: "Würden Sie sich denn dem Begriff Diktatur anschließen?" Im gedruckten Interview antwortet Bernhardt: "Ein Nein wäre hier falsch." Doch die "Schweriner Volkszeitung" vermerkt direkt dahinter, dass die "Original-Antwort" von der Pressestelle des Ministeriums "massiv geändert" worden seien. Die Antworten auf die darauf anschließenden Fragen – unter anderem: "Wie definieren Sie eine Diktatur?" – seien ganz von Bernhardts Haus gestrichen worden.

Bernhardt weist Kritik zurück

Auf Twitter sorgte das Interview für massive Kritik – zumal Bernhardt als Justizministerin für die Aufarbeitung des SED-Unrechts zuständig ist. Nutzer kritisierten einen "Skandal", andere kommentierten "Kommunisten halt". Journalisten dankten der "Schweriner Volkszeitung" für die Transparenz – das sei nicht immer selbstverständlich.

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Bernhardt selbst weist die Vorwürfe von sich. "Autorisierungen dienen dem Ausräumen von Missverständnissen", teilte sie auf Anfrage von "Welt" mit. "Die Gesprächsatmosphäre mit der SVZ bedauere ich sehr." Das Interview sei zu ihren Zielen und aktuellen Aufgaben angemeldet worden, dann aber habe man sich auf die DDR-Zeit fokussiert. Das sei "irritierend" gewesen und habe aus ihrer Sicht Klarstellung bedurft. Das Unrecht aus DDR-Zeiten gehöre verurteilt und aufgearbeitet.

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