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Abschuss von Flug MH17: Raketenwerfer stammte vom russischen Militär

Passagierjet MH17  

Ermittler machen Russland für Abschuss verantwortlich

24.05.2018, 12:54 Uhr | rp, jmt, AFP, AP, rtr, dpa, t-online.de

Abschuss von Flug MH17: Raketenwerfer stammte vom russischen Militär. Bewaffnete pro-russische Separatisten an der Absturzstelle von MH17 in der Ostukraine: Internationale Ermittler sind nun überzeugt, dass das Flugzeug der Malaysia Airlines von einem Flugabwehrsystem des russischen Militärs abgeschossen wurde. (Quelle: dpa/Robert Ghement)

Bewaffnete prorussische Separatisten an der Absturzstelle von MH17 in der Ostukraine: Internationale Ermittler sind nun überzeugt, dass das Flugzeug der Malaysia Airlines von einem Flugabwehrsystem des russischen Militärs abgeschossen wurde. (Quelle: Robert Ghement/dpa)

Fast 300 Menschen starben 2014 beim Abschuss der Passagiermaschine MH17 über der Ukraine. Internationale Polizeiermittler legen nun neue Beweise vor.

Eine internationale Untersuchungskommission zum Abschuss des Fluges MH17 über der Ukraine macht das russische Militär für den Abschuss der Passagiermaschine verantwortlich. Bei dem Angriff auf die "Malaysia Airlines"-Maschine starben am 17. Juli 2014 insgesamt 298 Menschen. Russland hatte eine Beteiligung stets bestritten.

Ermittler: Alle Fahrzeuge waren Teil der Streitkräfte

"Die eingesetzte BUK-Boden-Luft-Rakete stammt von der 53. Flugabwehrbrigade der russischen Armee", sagte Chefermittler Fred Westerbeke nun bei einer Pressekonferenz der gemeinsamen Ermittlungsgruppe mehrerer Staaten. Alle Fahrzeuge in dem Konvoi, der die Raketen transportiert habe, seien Teil der russischen Streitkräfte gewesen. Anhand zahlreicher Fotos, Videos und Zeugenaussagen hatten die Ermittler den Weg des Konvois nachvollzogen. Das für den Abschuss verwendete Flugabwehrsystem sei später wieder nach Russland zurückgebracht worden.

Grafik der gemeinsamen Ermittlungsgruppe: Auf der Darstellung sind Absturzstelle und Standort des Raketensystems zu sehen. (Quelle: t-online.de/Joint Investigation Team)Grafik der gemeinsamen Ermittlungsgruppe: Auf der Darstellung sind Absturzstelle und Standort des Raketensystems zu sehen. (Quelle: Joint Investigation Team/t-online.de)

Westerbeke wandte sich auf der Pressekonferenz direkt an ehemalige Militärs oder Familienangehörige der 53. Brigade: Wenn diese über weitere Informationen verfügten, sollten sie sich bei den niederländischen Behörden in Verbindung setzen. Die Ermittler verfügten über weitere Informationen zu Verdächtigen, könnten aber aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht mehr veröffentlichen.

Neue Erkenntnisse stützen bisherige Ermittlungen

Bislang hatten die internationalen Ermittler lediglich festgestellt, dass eine BUK-Rakete für den Absturz verantwortlich war und von wo sie abgeschossen wurde – nicht aber, woher die Rakete stammte. Nun legten sich die Ermittler in einer Pressekonferenz darauf fest, dass die Rakete von einem Verteidigungssystem abgeschossen worden sei, das dem russischen Militär entstamme.

Journalistische Recherchen hatten diese Schlussfolgerung schon seit Langem nahegelegt. Offizielle Bestätigungen für die Recherchen gab es allerdings bislang nicht. Das gemeinsame strafrechtliche Ermittlungsteam JIT besteht aus Polizeiermittlern der Niederlande, Malaysias, Belgiens der Ukraine und Australiens und steht unte rLeitung der niederländischen Polizei. Es war nach dem Abschuss einberufen worden. 

Die Boing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 auf dem Flug vom Flughafen Schiphol in den Niederlanden nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgestürzt. Unter den 298 Insassen waren 196 Niederländer. Die ukrainische Regierung und der Westen vermuten schon lange, dass prorussische Rebellen das Flugzeug mit einer aus Russland stammenden Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben. 

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