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Botswana: Präsident will 20.000 Elefanten nach Deutschland abschieben


Angebliche "Überpopulation"
Land will 20.000 Elefanten nach Deutschland abschieben

Von dpa, ams

Aktualisiert am 02.04.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 94127419Vergrößern des BildesElefanten (Symbolbild): 20.000 Tiere will der Präsident von Botswana nach Deutschland schicken. (Quelle: Matthias Graben/imago-images-bilder)
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Botswana will Tausende Elefanten nach Deutschland abschieben. Bei ihnen gebe es zu viele. Doch an der Behauptung gibt es Zweifel.

20.000 Elefanten als Geschenk: So viele Tiere will das afrikanische Land Botswana an Deutschland schicken, erklärt sein Präsident Mokgweetsi Masisi der "Bild"-Zeitung. "Das ist kein Scherz". Der Grund ist aber kein erfreulicher: Der Politiker ärgert sich über ein Vorhaben der Bundesregierung. Umweltminister Steffi Lemke (Die Grünen) will die Einfuhr von Jägertrophäen verbieten.

Nach Angaben von Masisi leide Botswana "nach Jahrzehnten" erfolgreichen Artenschutzes an einer "Überpopulation". Deshalb habe die kontrollierte Jagd einen nachhaltigen Nutzen. Die Tiere sehe er ohnehin als Ressource, sagt er "Bild".

Dass das Land im Süden von Afrika zu viele Elefanten beherberge, ist jedoch umstritten. Zwar sei die Population der Afrikanischen Savannenelefanten in der Region vermutlich stabil oder gar gewachsen, berichtet der WWF. Trotzdem gilt die Tierart laut dem IUCN, der früheren Weltnaturschutzunion, als gefährdet. Wie der Verein Future for Elephants zudem berichtet, habe sich allein zwischen 2010 und 2016 die Zahl der Tiere im Land um 15 Prozent verringert.

Die umstrittene Trophäenjagd hat Botswana 2019 wieder eingeführt. Das sei jedoch aus kommerziellem Interesse gemacht worden und nicht, um den Bestand der Tiere zu kontrollieren, sagt Kabelo Senyatso, Direktor des Department of Wildlife and National Parks in Botswana.

Einladung an Steffi Lemke

Botswanas Präsident Masisi lässt sich davon nicht beirren. Sei Land habe im grenzübergreifenden Kavango-Sambesi-Schutzgebiet 8.000 Elefanten an Angola verschenkt, weitere Tiere sollen an Mosambik übergeben werden. "Und genauso möchten wir ein solches Angebot hiermit der Bundesrepublik Deutschland machen. Wir akzeptieren kein Nein", berichtet die "Bild"-Zeitung.

Future for Elephants stellt die Zahlen des Präsidenten infrage. Es sei wissenschaftlich fragwürdig, Elefantenzahlen einzelnen Ländern zuzuordnen. "76 Prozent aller Elefanten leben [...] in Grenzen überschreitenden Populationen", erklärt der Verein.

Laut Masisi würden Elefanten zudem Menschen in Botswana tottrampeln, Ernten vernichten und Dörfer verwüsten, "Ich möchte, dass Frau Lemke, die ich tief respektiere, sich die Zeit nimmt, die Fakten und die Wissenschaft anzunehmen." Er wolle "herausfinden, wie es Frau Lemke damit ergeht", sagte der Präsident. Er schlug aber auch versöhnliche Töne an: Er lade die Grünen-Ministerin ein, sich den Wildtierschutz im Land anzuschauen.

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