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Zahlreiche Unfälle und Staus durch Eis und Schnee


Zahlreiche Unfälle und Staus durch Eis und Schnee

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 3 Min.
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Bei frostigen Temperaturen kamen in der Nacht zum Samstag auf spiegelglatten Fahrbahnen zahlreiche Auto- und Lastwagenfahrer ins Schleudern. In Nordrhein-Westfalen gab es etwa 200 Unfälle wegen der Witterung. Ein Mensch fuhr bei Minden gegen einen Baum und starb noch am Unfallort.

Die Autobahn 7 war in Richtung Süden bei der Werratalbrücke etwa zwei Stunden gesperrt, nachdem ein Lastwagen vermutlich wegen eines Fahrfehlers und Glätte auf der Seite zum Liegen gekommen war. Im abendlichen Berufsverkehr stauten sich die Fahrzeuge zeitweise bis auf eine Länge von 60 Kilometern. Für das Wochenende sind bereits weitere Schneefälle angekündigt.

Autobahnen nach Unfällen dicht

In Niedersachsen wurde die Autobahn 1 zwischen Cloppenburg und Vechta nach einem Unfall mit einem Lastwagen am Morgen mehrere Stunden gesperrt. Bei Glatteis war ein Lastwagen in die Mittelschutzplanke geprallt, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Der Unfall ereignete sich gegen 4.40 Uhr morgens. Um neun wurde die Sperrung der Autobahn wieder aufgehoben.

In Rheinland-Pfalz wurde die Autobahn 3 im Westerwald nach einem Lkw-Unfall zwischen Diez und Montabaur am frühen Morgen in Richtung Köln gesperrt, teilte die Polizei mit. Mehrere Lastwagen stehen quer. Im nachfolgenden Stau kam es zu einem weiteren Unfall.

Tumulte am Frankfurter Flughafen

Das Schneechaos hat zu Tumulten am Frankfurter Flughafen geführt. Die Polizei musste bei der Gepäckabfertigung aufgebrachte Passagiere zur Ruhe bringen, wie Augenzeugen berichteten. Auslöser der hitzigen Debatten unter den Fluggästen waren erhebliche Verzögerungen bei der Gepäckabfertigung am Lufthansa-Schalter. In einer schier endlosen Schlange, die sich quer durch das Terminal 1 zog, warteten hunderte Passagiere. Nach Angaben eines Flughafen-Sprechers wurden an Deutschlands größtem Flughafen bis zum Mittag 172 Flüge gestrichen. "Der Flugplan ist komplett aus den Fugen geraten", hieß es vom Betreiber Fraport. Das Problem ist dabei nicht nur der Schnee in Frankfurt: Viele europäische Zielflughäfen sind geschlossen, etwa alle Londoner Airports.

Die Deutsche Lufthansa rief Fluggäste auf, nur zum Flughafen anzureisen, wenn ihr Flug bestätigt wurde. Inlandsreisenden riet die Fluggesellschaft, auf die Bahn umzusteigen.

Am Münchner Flughafen wurden bis zum Nachmittag rund 40 Flüge annulliert. Das seien aber vor allem die Nachwirkungen vom Vortag mit rund 300 Flugausfällen, erklärte ein Sprecher des Flughafens. Die Wetterlage in München habe sich deutlich beruhigt. Die Start- und Landebahnen seien frei. Viele Maschinen hätten aber erst gar nicht nach München fliegen und darum auch nicht wieder starten können. Rund 200 Fluggäste mussten von Freitag auf Samstag auf Feldbetten am Flughafen übernachten. Viele weitere wurden in Hotels untergebracht.

Aktuelle Meldungen aus der Unwetterzentrale

Bahn drosselt Geschwindigkeit

Bei der Bahn wurde vorsorglich die Spitzengeschwindigkeit bundesweit auf 200 Kilometer pro Stunde gedrosselt. So soll verhindert werden, dass von der Wagenunterseite fallende Eisklumpen Schotter aufwirbeln und Wagen beschädigen. Es gab viele Verspätungen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn wirft der Deutschen Bahn vor, noch nicht ausreichend für den Winter gerüstet zu sein. Verbandssprecher Karl-Peter Naumann sagte im rbb-Inforadio, es gebe im Zusammenhang mit dem Wetter klassische Fehlplanungen, und das Unternehmen könne durch seine Zentralisierung vielerorts nicht angemessen auf Probleme reagieren. Die Bahn sei lange auf Verschleiß gefahren und habe zu wenig in die Infrastruktur investiert.

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Elbfähre stellt Betrieb ein

Auch im Norden gab es Behinderungen: So stellte die Elbfähre zwischen Glückstadt und Wischhafen ihren Fährbetrieb wegen starken Eisgangs ein, teilten die Betreiber mit. Wann der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch unklar.

In Hamburg war unterdessen der Winterdienst bei leichtem Schneefall seit acht Uhr morgens wieder verstärkt im Einsatz. Etwa 120 Streuwagen wurden eingesetzt, um die wichtigsten Hauptverkehrsstraßen zu streuen, teilte die Stadtreinigung mit. Zudem räumten weitere 550 Einsatzkräfte den Schnee auf den rund 12.000 Zebrastreifen und Kreuzungsbereichen weg. Die Stadtreinigung warnte Verkehrsteilnehmer trotz des Winterdiensteinsatzes vor Glätte durch Schnee und überfrierender Nässe.

VorhersageDas Wetter in Europa
Überblick Aktuelle Wetter-Themen

Tankstellen geht Treibstoff aus

Schnee und Eis behindern zunehmend auch die Versorgung in Deutschland. Den ersten Tankstellen ging eine Woche vor Weihnachten der Treibstoff aus. Spritmangel betraf besonders Tankstellen in den Mittelgebirgen wie im Harz, im Erzgebirge oder im Thüringer Wald. Aufgrund der Engpässe dürfen in Thüringen und Sachsen an diesem Sonntag ausnahmsweise Streusalz- und Benzinlaster fahren.

Quelle: wetter.info, dpa

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