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Bistum Limburg ist überrascht: Neuer 5er-BMW für Tebartz-van Elst

Bistum überrascht  

Neuer 5er-BMW für Tebartz-van Elst

29.03.2014, 07:39 Uhr | t-online.de, dpa

Bistum Limburg ist überrascht: Neuer 5er-BMW für Tebartz-van Elst. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Quelle: dpa)

Im Mai soll ein neuer Dienstwagen für den beurlaubten Limburger Bischof geliefert werden (Quelle: dpa)

Wenige Tage nach dem Rücktritt des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst sieht sich das Bistum Limburg mit neuen Problemen konfrontiert: Für den beurlaubten Bischof wurde ohne Wissen der Bistumsleitung noch im Januar ein neuer Dienstwagen bestellt. Das berichtet der "Kölner Stadtanzeiger".

Ein Bistumssprecher bestätigte den Bericht gegenüber dem "Hessischen Rundfunk". Damals war der Bischof bereits seit zwei Monaten vom Papst mit einer Auszeit belegt und damit von der Bistumsleitung entbunden.

Wer hat den Vertrag unterschrieben?

Der 5er-BMW mit Sonderausstattung der Oberklasse soll voraussichtlich im Mai ausgeliefert werden. Weder der damalige Generalvikar Wolfgang Rösch, der an Tebartz-van Elsts Stelle das Bistum leitete, noch die Finanzverwaltung hätten von diesem Vorgang gewusst, zitiert die Zeitung Bistumssprecher Stefan Schnelle.

Erst durch die Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeigers" hätten der Verwalter des Bistums, Manfred Grothe, und sein Ständiger Vertreter Rösch davon erfahren. Offenbar liege dem Auftrag ein Leasingvertrag zugrunde, der in jährlichem Turnus zu erneuern war. "Wir wissen aber bislang nicht exakt, welcher Vertrag der jüngsten Bestellung zugrunde lag und wer ihn unterschrieben hat", so Schnelle gegenüber der Zeitung.

Schnelle zufolge suchen Grothe und Rösch, auch nach einer "transparenten, nachvollziehbaren Lösung" für die künftige Besoldung Tebartz-van Elsts, der als emeritierter Bischof - wie jeder Geistliche im Dienst des Bistums - einen Anspruch auf Versorgung habe.

Anspruch auf monatlich knapp 9400 Euro

Wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” berichtet, stehen in Limburg dem Bischof monatliche Bezüge in Höhe von fast 9400 Euro zu. Der exakte Betrag von 9383,32 Euro ergebe sich aus der Besoldungsgruppe B8 für Beamte in der neuesten Fassung des “Gesetz- und Verordnungsblatts für das Land Hessen” vom Dezember 2013.

Schnelle trat Medienberichten entgegen, wonach Tebartz-van Elst drei Jahre lang ein Übergangsgeld beziehen wird. Darüber sei von der Bistumsleitung noch nicht entschieden worden. Es werde "keine Sonderlösungen" für den früheren Bischof geben, betonte Schnelle, "und schon gar nicht so lang".

Bischof bat um Vergebung

Erst am Freitag hatte Tebartz Fehler eingeräumt und um Vergebung gebeten. "Mit dem Wissen von heute erkenne ich, dass ich Fehler gemacht habe. Auch wenn sie niemals aus Absicht entstanden, haben sie Vertrauen zerstört", heißt es in einer Erklärung des Geistlichen. Der 54-Jährige hatte am Freitagmorgen in Rom ein kurzes Treffen mit Papst Franziskus - zwei Tage, nachdem dieser Tebartz-van Elsts Amtsverzicht akzeptiert hatte.

Der Papst hatte Tebartz-van Elst schon im Oktober 2013 vorläufig beurlaubt. Er soll laut Vatikan nun eine andere Aufgabe in der katholischen Kirche übernehmen - welche ist noch nicht bekannt.

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