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Unwetter über Deutschland: Orkan "Niklas" fordert mehrere Todesopfer

Spur der Verwüstung  

Orkan "Niklas" wütet in Deutschland - mehrere Tote

01.04.2015, 11:27 Uhr | dpa

Unwetter über Deutschland: Orkan "Niklas" fordert mehrere Todesopfer. Ein von einem umgestürzten Baum zerstörtes Auto im Hamburger Stadtteil Harvestehude - Orkan "Niklas" war einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. (Quelle: dpa)

Ein von einem umgestürzten Baum zerstörtes Auto im Hamburger Stadtteil Harvestehude - Orkan "Niklas" war einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. (Quelle: dpa)

Das Orkantief "Niklas" hat mehrere Menschen das Leben gekostet. Der erste große Frühjahrssturm des Jahres hinterließ auf seinem Weg von West nach Ost eine Spur der Verwüstung. Mit Böen bis zu 192 Kilometern pro Stunde war "Niklas" zudem einer der heftigsten Stürme der letzten Jahre in Deutschland.

In Rheinland-Pfalz wurden zwei Männer erschlagen, als Bäume auf ihre Autos stürzten. Einer Frau in Bayern krachten zwei Fichten auf ihren Wagen - die Feuerwehr konnte sie nur noch tot aus ihrem Fahrzeug bergen. In Sachsen-Anhalt tötete eine umgewehte Mauer einen Mann.

In Niedersachsen wurde weiterhin ein 63-jähriger Mann von einem Scheunentor erfasst und darunter begraben. Orkanböen hätten das Tor aus der Aufhängung gelöst, teilte die Polizei mit. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Auch in Österreich und der Schweiz starben zwei Menschen im Unwetter.

Außerdem gab es mindestens drei Tote bei wetterbedingten Unfällen: Im baden-württembergischen Ostalbkreis kamen zwei Männer auf einer schneebedeckten Straße ums Leben. In Bayern wurde ein Mann bei starkem Hagel auf der Autobahn 95 getötet.

Seinen zerstörerischen Anfang nahm das Orkantief im Westen. Ab dem Nachmittag wütete es auch im Osten der Republik. Mit Sturmböen, Regen und Graupelschauern richtete "Niklas" in der Region Berlin und Brandenburg viele Schäden an. In der Hauptstadt wurden vier Menschen verletzt, die Feuerwehr rief dort den Ausnahmezustand aus.

Daneben gab es vielerorts weitere Verletzte. In Weimar kippte ein Baum auf eine Mutter und ihre zwei Töchter, die auf einem Gehweg liefen. Eines der Mädchen im Alter von neun Jahren erlitt dabei schwere Verletzungen.

Orkan trifft Deutsche Bahn "mit voller Wucht"

"Niklas" legte in einigen Teilen Deutschlands den Bahnverkehr lahm. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin ruhte der Regionalverkehr teilweise seit dem Morgen ganz. In Bayern wurde der Fernverkehr am Dienstagnachmittag komplett eingestellt. Anderswo rollten die Züge mit stark gedrosseltem Tempo.

"Der Orkan 'Niklas' hat die Bahn mit voller Wucht getroffen", sagte Achim Stauß, Sprecher der Deutschen Bahn. "Wichtig ist, dass wir zum Osterreiseverkehr ab Donnerstag wieder alles in Schuss haben." Das könnte jedoch knapp werden. "Die Sturmschäden, vor allem an den Oberleitungen sind so großflächig und erheblich, dass es noch mehrere Tage dauern kann, bis wieder alle Linien bedient werden können", teilte die Bahn mit. Auch Privatbahnen mussten ihre Züge in den Bahnhöfen oder Depots lassen.

Auf freier Strecke zwischen Hamburg und Berlin blieb ein ICE mit 400 Passagieren liegen. Die Route wurde in beide Richtungen gesperrt. In einer Durchsage an die Fahrgäste hieß es in einem Zug: "Alle Fernzüge der Deutschen Bahn sind ab sofort zu Hotelzügen umfunktioniert."

Flugbetrieb weiterhin eingeschränkt

Bundesweit waren Polizisten und Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Auf Straßen und Autobahnen blockierten umgekippte Lastwagen und Anhänger den Verkehr. Im Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln kam es zu Einschränkungen. Die Verbindung zwischen Cuxhaven und der Hochseeinsel Helgoland wurde komplett gestrichen.

Am Flughafen in Frankfurt am Main fielen mehr als 180 Starts und Landungen aus. Angesichts der Wetterlage müsse auch am Mittwoch mit Einschränkungen im Flugbetrieb gerechnet werden, sagte ein Sprecher. In Hamburg waren 63 Flüge betroffen.

Der Orkan verursachte zudem Stromausfälle in mehreren Tausenden Haushalten in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Unterdessen begannen in Hessen und Baden-Württemberg am Abend erste Aufräumarbeiten. "Die Arbeiten dauern noch mindestens den ganzen Mittwoch", kündigte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium in Stuttgart an.

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