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Hitzerekord, schwere Unwetter und ein Tornado

Von dpa
Aktualisiert am 22.06.2017Lesedauer: 3 Min.
Die starken Unwetter richteten gro├čen Schaden in Deutschland an. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.
Die starken Unwetter richteten gro├čen Schaden in Deutschland an. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-bilder)
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Ein schweres Unwetter hat am Donnerstag mit orkanartigen Sturmb├Âen, Gewittern, Hagel und einem Tornado ├╝ber dem Norden und Osten Deutschlands gew├╝tet. Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

In den betroffenen Regionen kam der Zugverkehr teilweise zum Erliegen. Am Abend zogen Sturm und Gewitter nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Norden Deutschlands Richtung Osten. Vor allem in Niedersachsen tobte das Unwetter.


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Ganz anders war es tags├╝ber im S├╝den und Westen Deutschlands, dort schwitzten die Menschen bei Rekordtemperaturen. Laut Deutschem Wetterdienst war es der bislang hei├česte Tag des Jahres. Demnach wurden in Andernach (Rheinland-Pfalz) 37,1 Grad gemessen. Kurz dahinter lag K├Âln (Nordrhein-Westfalen) mit 37,0 Grad. Auf Platz drei war Trier (Rheinland-Pfalz) mit 36,7 Grad, ebenso wie die Station auf dem Flughafen K├Âln/Bonn. Doch auch dort, wo es zun├Ąchst trocken und sonnig blieb, wurden f├╝r die Nacht Gewitter erwartet. Diese hatten vor allem Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt schon seit dem fr├╝hen Nachmittag besch├Ąftigt.

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Auch mehrere Gro├čveranstaltungen waren vom Unwetter betroffen: Besucher beim "Hurricane" in Schee├čel bei Bremen flohen kurzzeitig in ihre Autos. Der Veranstalter bat anreisende G├Ąste, m├Âglichst erst am Freitag zu kommen. "Am Abend und in der Nacht drohen im Norden weiterhin Gewitter mit Hagel und Starkregen", sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. In Hamburg wurde das Konzert von Schlagerstar Andreas Gabalier abgesagt, in Hannover musste der Auftritt der US-Rockband Guns n' Roses unterbrochen werden. Rund 70 000 Fans wurden wegen des schweren Unwetters in die benachbarten Messehallen gebeten.

Umgest├╝rzte B├Ąume legten beinahe alle ICE-Strecken im Norden lahm

Auch f├╝r viele Bahnreisende ging in den betroffenen Gebieten nichts mehr. Umgest├╝rzte B├Ąume legten beinahe alle ICE-Strecken im Norden lahm. Die Strecken Hamburg-Berlin, Hamburg-Hannover, Bremen-Hannover und Hannover-Wolfsburg-Berlin wurden unterbrochen. W├Ąhrend der Fernverkehr von Hamburg und Hannover nach Berlin am Abend zun├Ąchst wieder aufgenommen wurde, blieben die Strecken von Hannover und Bremen nach Hamburg voraussichtlich bis zum Freitagmorgen gesperrt. Auch im Gro├čraum Gie├čen sowie rund um Magdeburg waren mehrere Bahnstrecken gesperrt. In Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel stellte die Bahn Z├╝ge mit Schlafwagen bereit, damit gestrandete Fahrg├Ąste die Nacht dort verbringen konnten.

Und auch auf Autobahnen gab es Probleme: Auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover warnte die Verkehrsmanagementzentrale vor Gefahr durch umgest├╝rzte B├Ąume. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben: Ein 50-J├Ąhriger wurde in der N├Ąhe von Uelzen in Niedersachsen in einem Auto von einem umst├╝rzenden Baum erschlagen. Im Kreis Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, nachdem sie mit ihrem Auto durch das Ge├Ąst eines umgest├╝rzten Baumes gefahren war.

Typischer "Luftschlauch" eines Wirbelsturms gesichtet

Enorme Verw├╝stungen registrierte die Feuerwehr beispielsweise im Kreis Harburg s├╝dlich von Hamburg. In der Gemeinde Fliegenberg sei eine Schafherde mit 20 bis 30 Tieren unter umgest├╝rzten B├Ąumen begraben worden, zahlreiche Tiere seien verendet. In zahlreichen Gemeinden und St├Ądten liefen Keller voll, B├Ąume knickten um und D├Ącher wurden abgedeckt. Der DWD berichtete, Meteorologen der Luftfahrtberatung h├Ątten in Hamburg den typischen "Luftschlauch" eines Wirbelsturms gesichtet. Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich sagte, es habe sich um einen schwachen und nur kurzlebigen Wirbel von wenigen Minuten mit wenig "Bodenkontakt" gehandelt.

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Am Abend gab es zun├Ąchst kein Aufatmen: "Das wird uns auch noch abends und in der Nacht besch├Ąftigen", sagte Meteorologe Ruppert. Erst in den fr├╝hen Morgenstunden werde das Unwetter voraussichtlich abklingen./

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