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Massenkarambolage auf A57: Polizei sucht Unfallverursacher

Massencrash auf der A57  

Unfallfahrer ließ Auto einfach stehen

29.11.2017, 12:59 Uhr | Presseportal

Massenkarambolage auf A57: Polizei sucht Unfallverursacher. Bei einem Unfall auf der A 57 wurden sechs Menschen verletzt.  (Quelle: dpa/Arnulf Stoffel)

Bei einem Unfall auf der A 57 wurden sechs Menschen verletzt. (Quelle: Arnulf Stoffel/dpa)

Ein Unbekannter hat auf der A57 in Richtung Niederlande einen Massenunfall verursacht. Sechs Menschen wurden verletzt. Der Unfallverursacher ist geflohen.

Nach einem Alleinunfall ließ der Unfallfahrer sein Auto mitten auf der Fahrbahn stehen und flüchtete zu Fuß. In der Folge kollidierten acht weitere Fahrzeuge miteinander. Vier Männer wurden hierbei schwer, zwei weitere leicht verletzt. Die Suche nach dem Unfallverursacher, an der auch ein Helikopter und Diensthunde beteiligt waren, dauerte die ganze Nacht an und führte auch bis dato noch nicht zum Auffinden der Person.

Den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Düsseldorf zufolge befuhr gegen 23.30 Uhr ein bislang Unbekannter die BAB 57 in Fahrtrichtung Nimwegen. Aus noch unklarer Ursache verlor der Fahrer die Kontrolle über den BMW aus Mülheim und kollidierte 1.000 Meter vor der Anschlussstelle Uedem mit der Mittelschutzplanke. Anschließend verließ der Mann selbstständig den Wagen und flüchtete zu Fuß. Der Pkw blieb ohne Absicherung auf der linken Fahrspur zurück.

Niederländer lebensbedrohlich verletzt

In der Folge kam es zu mehreren Kollisionen, an denen insgesamt weitere sieben Pkw und ein Lkw beteiligt waren. Hierbei erlitten vier Männer so schwere Verletzungen, dass sie stationär behandelt werden müssen. Einer von ihnen (Niederländer, Alter noch unbekannt) musste von einem Rettungstransporthubschrauber in ein Klinikum nach Duisburg geflogen werden. Seine Verletzungen sind lebensbedrohlich. Zwei weitere Männer konnten umliegende Krankenhäuser nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Sie sind nur leicht verletzt.

Polizei bittet um Mithilfe

Da zunächst nicht geklärt werden konnten, ob der Unfallverursacher geflüchtet oder vielleicht aus dem Fahrzeug herausgeschleudert und schwer verletzt worden war, setzten die Beamten zur Suche des Mannes einen Helikopter und Spürhunde ein. Die Fahndung, auch an der Halteranschrift, verlief jedoch bislang ohne Ergebnis. Zeugen, die etwas zum Unfallgeschehen, zur Identität des Unfallflüchtigen und/oder seines Verbleibs sagen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0211-8700 bei der Autobahnpolizei Düsseldorf zu melden.

Für die Dauer der Bergung der Fahrzeuge, der Rettung und Versorgung der Verletzten sowie der Suche nach dem Unfallverursacher musste die Richtungsfahrbahn Nimwegen bis 7.15 Uhr gesperrt bleiben. Fünf Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der BMW des Flüchtigen wurde sichergestellt und wird kriminaltechnisch untersucht. Die Ermittlungen dauern an.

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