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Geisterfahrer auf A1 und A2: Drei Menschen in Lebensgefahr

Stuhr  

Geisterfahrer auf A1 und A2: Drei Menschen in Lebensgefahr

18.02.2019, 08:27 Uhr | dpa

Geisterfahrer auf A1 und A2: Drei Menschen in Lebensgefahr. Polizei

Ein leuchtendes Blaulicht auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Nach einem Frontalzusammenstoß mit dem Wagen eines Geisterfahrers auf der A1 bei Stuhr im Landkreis Diepholz schweben drei Menschen einer Familie weiter in Lebensgefahr - darunter ein sieben Jahre altes Kind. Der Polizei zufolge war der 81 Jahre alte Geisterfahrer am Sonntagnachmittag an der Anschlussstelle Groß Ippener im Landkreis Oldenburg auf die Gegenfahrbahn der Autobahn 1 gefahren. Dort fuhr er gute drei Kilometer in die falsche Richtung, wie ein Polizeisprecher am Montagmorgen sagte. Unweit von Bremen stieß sein Wagen mit dem Auto einer Bremer Familie zusammen.

Für den 81-Jährigen aus Ganderkesee im Landkreis Oldenburg kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle. Der 44 Jahre alte Fahrer des Familienautos, seine 38 Jahre alte Frau und ihr siebenjähriges Kind wurden lebensgefährlich verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. "Ihr Zustand ist unverändert", sagte der Sprecher am Montagmorgen. In dem Auto war außerdem ein zweijähriges Kind, das neben seiner Mutter auf der Rückbank gesessen hatte. Es wurde schwer verletzt.

Die beiden Autos blieben nach dem Zusammenprall quer auf der Fahrbahn stehen, wie die Polizei weiter mitteilte. Eine 35 Jahre alte Frau konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr mit ihrem Auto in die Wracks. Sie und ihr 39 Jahre alter Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Die Autobahn 1 wurde in Richtung Osnabrück voll gesperrt. Gegen 21.25 Uhr konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden, wie der Polizeisprecher am Montagmorgen weiter mitteilte.

Bezüglich der Unfallursache würden die weiteren Ermittlungen vermutlich nichts Neues ergeben, sagte der Sprecher. Fotos sollten zwar noch ausgewertet werden, der 81-Jährige sei aber zweifelsfrei der alleinige Verursacher gewesen. Warum der Mann die falsche Auffahrt wählte, blieb unklar.

Auch auf der A 2 hielt ein Geisterfahrer am Sonntag andere Autofahrer in Atem. Rund 60 Kilometer fuhr der 79-Jährige am Sonntagmorgen auf der falschen Seite, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Anrufer meldeten den Geisterfahrer bei der Polizei. Beamte stoppten den Mann in Höhe der Abfahrt Bad Nenndorf. Er musste seinen Führerschein und sein Auto abgeben. Verletzte gab es nicht. Es werde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. "Wenn man dann den Fall aus Bremen sieht, hat man da wohl mehr als einen Schutzengel gehabt", sagte ein Polizeisprecher in Hannover am Montagmorgen.

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