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"Nicht die erste Wahl" - Drogenbeauftragte: Lobbyisten reden Patienten Cannabis ein

"Nicht die erste Wahl"  

Drogenbeauftragte: Lobbyisten reden Patienten Cannabis ein

17.03.2019, 10:17 Uhr | dpa

"Nicht die erste Wahl" - Drogenbeauftragte: Lobbyisten reden Patienten Cannabis ein. Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hält medizinisches Cannabis nicht für "die erste Wahl".

Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hält medizinisches Cannabis nicht für "die erste Wahl". Foto: Swen Pförtner/Symbol. (Quelle: dpa)

Wien (dpa) - Die Nachfrage nach Cannabis auf Rezept hat nach Ansicht der deutschen Drogenbeauftragten nicht nur rein medizinische Gründe.

"Uns ist vollkommen klar, dass es Druck von Patienten gibt, denen von Lobbyisten eingeredet wird, dass Cannabis immer die beste Medizin ist", sagte Marlene Mortler der Deutschen Presse-Agentur am Rande einer UN-Drogenkonferenz in Wien. Diese seit zwei Jahren in Deutschland erlaubten Arzneimittel seien für manche Patienten sinnvoll, aber "nicht die erste Wahl", sagte die Beauftragte der Bundesregierung. "Es gibt viele andere gut wirkende, besser wirkende Medikamente."

Der Internationale Drogenkontrollrat (INCB), der die Einhaltung von UN-Drogenverträgen überwacht, kritisierte vor kurzem, dass einige Länder Cannabis als Medizin für verschiedenste Beschwerden zulassen, obwohl die Wirksamkeit nur für Patienten mit Multipler Sklerose, Epilepsie oder mit Nebenwirkungen von Chemotherapie belegt sei. Eine zu liberale Verschreibungspraxis könne den Eindruck erzeugen, Cannabis sei auch als Droge harmlos, warnten die Experten des INCB.

Mortler nahm an einer Sitzung der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen teil, in der UN-Mitglieder die internationale Drogenpolitik regelmäßig weiterentwickeln. Kommende Woche wird das Gremium über den Vorschlag der Weltgesundheitsorganisation beraten, den Cannabis-Bestandteil Cannabidiol (CBD) von der Liste der verbotenen Substanzen zu streichen. Das nicht psychoaktive CBD wird für Arzneimittel verwendet. Die WHO schlage jedoch nicht vor, Cannabis ganz zu legalisieren, betonte Mortler.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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