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A20: 100 Sportwagen bei Wismar mit 250 km/h gestoppt – "Eurorally"

Illegales Autorennen?  

100 Sportwagen rasen mit 250 km/h über A20

03.05.2019, 21:21 Uhr | bmb, t-online, AFP, dpa

A20: 100 Sportwagen bei Wismar mit 250 km/h gestoppt – "Eurorally". Sportwagen mit dem Schriftzug "Eurorally" werden von der Polizei auf der Autobahnraststätte Fuchsberg festgehalten und kontrolliert: Sie sollen mit Geschwindigkeiten von um die 250 Kilometer pro Stunde über die A20 gerast sein. (Quelle: dpa/Bernd Wüstneck)

Sportwagen mit dem Schriftzug "Eurorally" werden von der Polizei auf der Autobahnraststätte Fuchsberg festgehalten und kontrolliert: Sie sollen mit Geschwindigkeiten von um die 250 Kilometer pro Stunde über die A20 gerast sein. (Quelle: Bernd Wüstneck/dpa)

In Mecklenburg-Vorpommern waren auf der A20 über 100 Sportwagen unterwegs – mit Tempo 250. Die Polizei vermutet ein illegales Rennen. Die Fahrer versuchten zu entkommen, 40 Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. 

Mehr als 100 Sportwagen, die am Donnerstag gemeinsam mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde über die A20 rasten, sind ins Visier der Polizei geraten. Wie eine Polizeisprecherin berichtete, wurden bei der Raststätte Fuchsberg östlich von Wismar 107 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, die Nachrichtenagentur AFP berichtete zuvor von 40 beschlagnahmten Autos. "Einige Fahrer haben sich der Kontrolle entzogen und sind schnell weggefahren", sagte eine Polizeisprecherin t-online.de. Die Beamten gehen jetzt dem Verdacht eines illegalen Autorennens nach. Meldungen über Unfälle lagen zunächst nicht vor.

Die Polizei ging davon aus, dass zuvor noch mehr Autos unterwegs waren. Die A20 in Mecklenburg-Vorpommern ist zu großen Teilen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung befahrbar. Die Polizei sei von besorgten Autofahrern verständigt worden, sagte die Sprecherin.

Ein dpa-Reporter berichtete von der Raststätte Fuchsberg, dass die meisten der teuren Luxusautos norwegische Kennzeichen hatten. Sie trugen zudem die Aufschrift "Eurorally". Dabei handelt es sich um eine von Norwegern ausgerichtete "Veranstaltung für Autoliebhaber". Auf der Webseite der "Eurorally" wird die Route beschrieben: von Oslo über Kiel und Stettin nach Prag.

Die Fahrtstrecke am Donnerstag sollte laut Angaben der Veranstalter um 9.15 Uhr in Kiel beginnen und nach 4,5 Stunden im mehr als 400 Kilometer entfernten polnischen Stettin enden. Die Teilnehmer zahlen für den Trip bis zu 799 Euro.

Schnelle Autos, entspannte Rallyteilnehmer

Die Autofahrer, die von der Polizei an der Raststätte angehalten wurden, hätten sich zumeist entspannt, freundlich und zurückhaltend gezeigt, berichtete der Reporter.
 

 
Die Polizei vermutet, dass es sich bei der "Eurorally" möglicherweise um ein illegales Autorennen handelt. Dementsprechend werde wegen des Vorwurfs eines verbotenen Autorennens und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Es gelte nun zunächst sicherzustellen, dass kein weiteres Rennen mehr gefahren wird, sagte die Sprecherin. Es werde geprüft, ob die Autos sichergestellt werden können. "Die Weiterfahrt wird definitiv unterbunden." Entlang der Autobahn waren mobile und stationäre Kontrollstellen eingerichtet worden, zwei Hubschrauber unterstützten die Aktion. Auch die Bundespolizei war im Einsatz.

Verwendete Quellen:

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