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Nach Mega-Blackout: Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder

Chaos in Südamerika  

Nach Blackout: Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder

17.06.2019, 08:52 Uhr | dpa

 (Quelle: Reuters)
Stromversorgung nach Blackout in Südamerika allmählich wieder normal

90 Prozent der Haushalte in Paraguay, Urugay, Argentinien sind offenbar wieder versorgt. Die Ursache für den praktisch totalen Ausfall ist laut Behörden weiter unklar. (Quelle: Reuters)

Blackout in Südamerika: Die meisten Haushalte sollen wieder mit Strom versorgt sein. (Quelle: Reuters)


Mega-Blackout in Südamerika: Über 40 Millionen Menschen waren in Argentinien und Uruguay ohne Strom – nichts ging mehr. Nach chaotischen Stunden fließt der Strom nun wieder.

Nach dem beispiellosen Stromausfall in Argentinien und Uruguay funktioniert die Elektrizitätsversorgung in beiden südamerikanischen Ländern wieder nahezu flächendeckend.

Die 47 Millionen Menschen in beiden Staaten hätten praktisch alle wieder Strom, teilten die größten argentinischen Energieversorger Edesur und Edenor sowie ihr uruguayisches Pendant UTE am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Die beiden Länder waren bis zu 15 Stunden lang von der massiven Störung betroffen gewesen.

Der Blackout hatte am Sonntagmorgen um 7.07 Uhr Ortszeit (12.07 MESZ) begonnen, gut 50 Minuten vor Sonnenaufgang. Da auf der Südhalbkugel der Erde gerade der Winter beginnt, wird zum Teil auch mit Strom geheizt.

Stromausfall von beispiellosem Ausmaß

"Es handelt sich um einen nie da gewesenen Fall", schrieb Argentiniens Präsident Mauricio Macri auf Twitter. Auch der Unterstaatssekretär für Zivilschutz, Daniel Russo, sagte dem Sender Radio Mitre, dies sei ein Ausfall in einem für Argentinien beispiellosen Ausmaß. Innerhalb des Staatsgebiets blieb nur das an der südlichen Landesspitze gelegene Feuerland von dem Ausfall verschont.

Das Versorgungssystem sei wegen Spannungsproblemen automatisch abgeschaltet worden, erklärte Argentiniens Energiestaatssekretär Gustavo Lopetegui auf einer Pressekonferenz. An einem Sonntag ohne extreme Temperaturen verfüge das Netz über eine Stromreserve von 20 Prozent, daher sei die allgemeine Abschaltung ungewöhnlich gewesen. Lopetegui schloss einen Hacker-Angriff nicht aus, das sei aber nicht der Hauptverdacht. Ein Ergebnis der laufenden Untersuchungen werde erst in sieben bis zehn Tagen feststehen.

Züge und U-Bahnen in der Hauptstadt Buenos Aires mussten abrupt gestoppt werden und konnten erst am späten Sonntagabend wieder fahren. Da auch die Ampeln ausfielen, ging es auf den Straßen nicht minder chaotisch zu. Die meisten Krankenhäuser mussten sich über Generatoren versorgen.

Vergleiche zu Krisenland Venezuela

Der uruguayische Versorger UTE meldete auf Twitter, dass sich ein Schaden im argentinischen Netz auf das Verbundsystem ausgewirkt habe, sodass das eigene Staatsgebiet ganz ohne Strom war. Auch in Teilen Brasiliens und Paraguays kam es zu Stromausfällen.

Uruguay ist mit Argentinien über das gemeinsame Kraftwerk Salto Grande auf dem Uruguay-Fluss verbunden, 350 Kilometer nördlich von Buenos Aires. Paraguay teilt sich mit Argentinien das Kraftwerk Yaciretá auf dem Paraná-Fluss.
 

 
Auf Twitter äußerten sich Betroffene unter Hashtags wie "SinLuz" (Ohne Licht). Einige zogen Vergleiche zum lateinamerikanischen Krisenland Venezuela, wo es in jüngster Zeit immer wieder Stromausfälle gab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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