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Russland: Zwei Tote nach Explosion auf Militärstützpunkt – erhöhte Strahlung?

Raketen-Testgelände  

Explosion auf russischem Stützpunkt – erhöhte Strahlung?

08.08.2019, 17:15 Uhr | AFP

 (Quelle: t-online.de)
Hier explodiert ein Waffendepot in Sibirien

Ein Munitionsdepot auf einem russischen Militärstützpunkt in der sibirischen Region Krasnojarsk ist explodiert. Zwei Menschen wurden mit Splitterwunden ins Krankenhaus eingeliefert. (Quelle: t-online.de)

Ausnahmezustand: Vor wenigen Tagen explodierte bereits ein Munitionslager in Sibirien. (Quelle: t-online.de)


Bei einer Militärübung in Russland sind zwei Menschen einer Explosion zum Opfer gefallen. Weitere Personen wurden verletzt. Nach dem Vorfall sollen erhöhte Strahlenwerte gemessen worden sein.

Bei einer Explosion auf einem Militärgelände im Norden Russlands sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere seien bei dem Vorfall am Donnerstag verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium der Agentur Interfax zufolge mit. In anderen Berichten war von mindestens 15 Verletzten die Rede. Bei den Verletzten soll es sich um Mitarbeiter des Militärs handeln.

Auf dem Gelände in der Nähe der Hafenstadt Sewerodwinsk nahe Archangelsk werden Raketen für Atom-U-Boote getestet. Zu dem Unglück kam es dem Verteidigungsministerium zufolge beim Test eines Raketentriebwerks. Das Ministerium betonte, dass keine Schadstoffe ausgetreten seien. "Die Strahlenwerte sind normal", hieß es in einer offiziellen Mitteilung.

Die Stadtverwaltung maß jedoch kurzzeitig erhöhte radioaktive Strahlung. Die Messwerte hätten sich aber bereits am Mittag wieder normalisiert, hieß es. Sewerodwinsk mit gut 180.000 Einwohnern liegt am Weißen Meer rund 1.300 Kilometer nördlich von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt.

Gefahr durch Atom-U-Boote

In Russland war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Unfällen und Bränden bei Arbeiten an Atom-U-Booten gekommen. Im Dezember 2015 stürzte in einem Dorf in der Nähe von Sewerodwinsk eine Rakete bei einem Testflug in ein Wohngebiet. Im selben Jahr brach in der Werft der Hafenstadt ein Feuer bei Schweißarbeitern auf einem russischen Atom-U-Boot aus. Umweltschützer warnten damals, dass der Brand ein "Alarmsignal" sei, und forderten eine Abkehr von der Atomkraft.
 

 
Der neuerliche Unfall beim russischen Militär ist der zweite innerhalb einer Woche. Am Montag war in einem Munitionslager in Sibirien ein Feuer ausgebrochen und hatte zu gewaltigen Explosionen geführt. Mindestens ein Mensch starb, acht weitere wurden verletzt. Tausende Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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