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Schwerer Autounfall in Berlin: Porsche-SUV rast auf Gehweg – vier Tote

Schwerer Unfall in Berlin-Mitte  

Porsche rast auf Gehweg – vier Tote, darunter ein Kleinkind

07.09.2019, 10:25 Uhr | t-online.de, df, mja, dpa

Schwerer Autounfall in Berlin: Porsche-SUV rast auf Gehweg – vier Tote. Ein zerstörter Pkw steht zwischen Trümmern auf einem Grundstück: Vier Personen kamen bei dem schweren Autounfall ums Leben. (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Ein zerstörter Pkw steht zwischen Trümmern auf einem Grundstück: Vier Personen kamen bei dem schweren Autounfall ums Leben. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Im Zentrum Berlins rast ein Auto über einen Gehweg hinweg in eine Baulücke. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, drei Personen wurden schwer verletzt.

Bei einem schweren Unfall in Berlin-Mitte sind am Freitagabend vier Menschen ums Leben gekommen. Darunter befand sich nach Angaben der Feuerwehr auch ein Kleinkind. Laut Polizei war ein Porsche-Geländewagen auf den Gehweg gefahren und in einen Bauzaun gekracht. Auf dem dahinterliegenden Baugrundstück ist er zum Stehen gekommen. 

Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden drei Menschen schwer verletzt, darunter auch der Fahrer des Unfallwagens. Bis in die Nacht waren Experten der Verkehrspolizei vor Ort, um Spuren des Unfalls zu sichern. Die Spuren sollen dann – gegebenenfalls auch in einem 3-D-Modell – zusammengeführt werden. So wolle man die Fahrt des Autos rekonstruieren und klären, ob es sich möglicherweise überschlagen habe. Zunächst war noch vieles unklar. 

Am Freitagabend gegen 19 Uhr war an der Ecke Invalidenstraße und Ackerstraße ein Geländewagen über einen Gehweg und durch einen Bauzaun in ein Baugrundstück gerast. Ein Polizeisprecher ging nach jüngstem Erkenntnisstand davon aus, dass die Todesopfer Passanten gewesen seien und die drei Verletzten im Fahrzeug gesessen hätten.

Zunächst stand die Frage im Raum, ob es sich um eine vorsätzliche Tat gehandelt habe. Es deute jedoch alles auf einen Verkehrsunfall hin, sagte der Polizeisprecher.

Feuerwehr sucht Unfallstelle mit Wärmekamera ab

Den Hilfskräften, die im Großaufgebot zum Unfallort kamen, bot sich ein Bild des Schreckens: Das schwarze Autowrack zerfetzt auf dem Grundstück, davor auf dem Gehweg vier sehr schwer verletzte Menschen. Die Versuche, sie zu reanimieren, blieben erfolglos. Überlebt hat die Mutter des getöteten Kleinkindes. "Sie war – zumindest körperlich – unversehrt und hatte ein weiteres Kind dabei, das auch nicht weiter verletzt wurde", berichtete ein Feuerwehrsprecher.

Der Fahrer des Autos sei schwer verletzt zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gekommen. Wie ein Feuerwehrsprecher berichtete, konnte er aber noch mitteilen, dass ein Kind im Wagen gesessen habe. Dieses wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Wie viele Menschen genau in dem Wagen saßen, war zunächst aber nicht geklärt.

Noch Stunden nach dem Unfall suchte die Feuerwehr mit Wärmebildkameras den weitläufigen, verwilderten Ort ab, um sicherzugehen, dass alle Unfallopfer geborgen wurden.

Schlimmer Unfall auch in Stuttgart

Die Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften sowie Spezialteams am Ort, die Zeugen und auch eigenen Leuten psychologische Unterstützung anboten. Von der Polizei waren ein halbes Dutzend Streifenwagen und zudem mehrere Mannschaftstransporter vor Ort. Krankenwagen warteten hintereinander. Zeugen wurden befragt, um den Unfallhergang zu klären. In der Umgebung kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
 

 
In Stuttgart ereignete sich fast zeitgleich ein ähnlicher Unfall – nur nicht ganz so folgenschwer. Ein Auto raste vor einem Supermarkt auf den Gehweg und verletzte drei Fußgänger schwer. Ein vierter Passant wurde leicht verletzt, als er zur Seite sprang, wie die Polizei in der Nacht zum Samstag mitteilte. Der betrunkene Fahrer hatte am Abend die Kontrolle über seinen Wagen verloren, streifte eine Verkehrsinsel und krachte gegen die Wand des Einkaufsmarktes. Notärzte und Sanitäter versorgten die Opfer. Der Raser kam mit leichteren Blessuren davon.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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