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Zoo Krefeld: Feuer-Drama im Affenhaus – drei Frauen verantwortlich

Tragödie in Krefeld  

Brand im Affenhaus: Verfahren gegen drei Frauen aus Krefeld

02.01.2020, 20:47 Uhr | job, t-online.de

Silvester-Brand in Affenhaus: das sagen die Ermittler

Bei einem Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos sind in der Silvesternacht 300 Tieren gestorben. Schuld war vermutlich eine sogenannte Himmelslaterne. Die Ermittler äußern sich nun zu den mutmaßlichen Tätern. (Quelle: t-online.de)

Silvester-Brand in Affenhaus: Das sagen die Ermittler über die Tatverdächtigen. (Quelle: t-online.de)


Das Gebäude ist völlig zerstört, 30 Tiere sind tot: Der Brand im Affenhaus im Krefelder Zoo hat Bestürzung ausgelöst. Die Behörden haben über die neuesten Erkenntnisse informiert. Der Liveblog zum Nachlesen.

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine 60 Jahre alte Krefelderin und ihre beiden erwachsenen Töchter. Die drei Frauen hätten sich selbst bei der Polizei gemeldet und dort angegeben, dass sie in der Silvesternacht fünf Himmelslaternen hätten aufsteigen lassen, sagten Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Man gehe davon aus, dass diese Himmelsleuchten den Brand des Affenhauses ausgelöst hätten. Durch das Feuer war das Gebäude abgebrannt, mehrere Menschenaffen starben.

Kriminalhauptkommissar Gerd Hoppmann bezeichnete es als "sehr couragiert" und "hochanständig", dass sich die drei Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren selbst bei der Polizei gemeldet hätten. Es handele sich um "ganz normal bürgerliche Menschen".

Die drei Frauen hätten die Himmelslaternen im Internet bestellt und dachten nach eigenen Angaben, dass es an Silvester erlaubt sei, sie steigen zu lassen. Tatsächlich sind sie aber in ganz Deutschland verboten. Gegen die drei Frauen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Darauf steht ein Haft- oder Geldstrafe. "Für uns ist damit diese Tat weitgehend geklärt", sagte Hoppmann.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

12.35 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet

Die Pressekonferenz ist vorbei. 

12.32 Uhr: Mitarbeiter holten tote Tiere aus dem Affenhaus

Mitarbeiter des Zoos haben die toten Tiere am Neujahrstag aus dem Affenhaus geholt. Sie seien noch zu identifizieren gewesen. "Hochachtung an die Mitarbeiter." Beerdigt könnten die Affen nicht werden, weil es sich um Wildtiere handele und nicht um Haustiere, deshalb sei eine Beerdigung nicht erlaubt. Es werde aber eine Trauerfeier für die Mitarbeiter geben. Das Abschiednehmen sei für sie sehr wichtig. Die Tiere seien dem Veterinäruntersuchungsamt übergeben worden. 

12.29 Uhr: Zoo will Katastrophentourismus vermeiden

Der Zoo will verhindern, das Katastrophentouristen in den Zoo kommen. Man versuche, den Betrieb am Freitag wieder aufzunehmen. Die Sicht auf das zerstörte Haus wolle man durch Absperrungen so gering wie möglich halten. Die Anteilnahme, die etwa in Form von Kerzen, Blumen und Briefen ausgedrückt wurde, fänden die Mitarbeiter aber sehr, sehr schön. "Das hilft uns." Aber man wolle vermeiden, dass Menschen "Gaffervideos in die Welt setzen".

12.23 Uhr: Feuer ist "rasend schnell ausgebrochen"

Die Polizei betont, dass die Himmelslaterne auf dem Dach den Brand rasend schnell ausgelöst habe. Da hätte ein Wachdienst keine Chance gehabt, schneller zu reagieren und zu benachrichtigen, und auch die Feuerwehr nicht. Die Feuerwehr sei innerhalb von Minuten da gewesen. Wie das Feuer sich so schnell ausbreiten konnte, würde nun in Versuchen getestet. Eventuell habe auch herumliegendes Laub eine Rolle gespielt.

12.22 Uhr: Nur eine Laterne löste Brand aus

Die Polizei betont noch einmal, dass nach derzeitigem Stand nur eine Himmelslaterne für den Brand verantwortlich gewesen sei, nämlich die, die auf dem Dach gelandet ist. Die anderen seien anderswo runter gekommen, eine in einem Baum. Vier habe die Polizei eingesammelt, die fünfte sei wohl auf dem Dach mit verbrannt.

12.20 Uhr: Brandschutz wurde erst kürzlich überprüft

Das Affenhaus im Krefelder Zoo sei erst kürzlich einer Brandschutz-Untersuchung unterzogen worden, sagte eine Sprecherin. Es habe nichts zu beanstanden gegeben. 

12.16 Uhr: Überlebende Affen bleiben nicht in Krefeld

Die zwei überlebenden Affen werden auf lange Sicht wohl nicht im Krefelder Zoo bleiben. Sie hätten nur leichte Verletzungen durch den Brand davongetragen –  wären aber auch zusätzlich traumatisiert. Sie befinden sich derzeit in einem Übergangsgehege. Für ihre Zukunft gebe es schon Angebote von anderen Zoos.

12.14 Uhr: Keine Sprinkleranlage, aber einen Wachdienst

Die Feuerwehr bestätigt, dass es keine Sprinkleranlage in dem Affenhaus gegeben habe. Dass sei 1975 in der Bauphase nicht vorgesehen gewesen. Der Zoo erklärt, dass es zwar auch nachts einen Wachdienst gebe, das Gelände aber 14 Hektar groß sei und der Wachdienst nicht jederzeit überall sein könne.

12.13 Uhr: Mehr als 70 Hinweise auf mögliche Himmelslaternen-Starter

Die Polizei habe am Neujahrstag nach einem Aufruf mehr als 70 Hinweise von Menschen erhalten, die Himmelslaternen gestartet oder Beobachtungen gemacht haben. Einige Laternen seien auch in Düsseldorf und Neuss gestartet worden. Die Menschen seien sehr froh gewesen, dass ihre Laterne nicht für den Brand verantwortlich war.

12.12 Uhr: Alle Himmelslaternen gefunden

Vier von den fünf Himmelslaternen habe die Polizei inzwischen gefunden. Eine könne nicht mehr gefunden werden, weil sie verbrannt sei.

12.10 Uhr: Handschrift ist zuzuordnen

Hoppmann bestätigt, dass sie die Handschrift auf den Laternen den Verdächtigen zuordnen konnte. Sie wären gemeinsam gestartet worden. Es müsse immer jemand festhalten und jemand anderes anzünden. 

12.06 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen drei Krefelderinnen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Krefelderinnen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Es seien eine Mutter und zwei erwachsene Töchter, wie Jens Frobel, leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Krefeld, mitteilte. Der Vorwurf laute fahrlässige Brandstiftung. Darauf stehe eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

12.02 Uhr: Menschen bestellten Himmelslaternen im Internet

Mehrere Personen haben sich bei den Behörden gemeldet, weil sie in der Nähe Himmelslaternen gestartet hatten. Es seien normale, bürgerliche Menschen, die verantwortungsbewusst wirkten. Sie hätten gedacht, es sei erlaubt, die Laternen steigen zu lassen. Eine Person habe fünf Leuchten im Internet bestellt. Auf den Verpackungen stehe kein Verbotszeichen. Die Laternen seien mit guten Wünschen beschriftet gewesen. Aufgrund des örtlichen und zeitlichen Zusammenhangs sei davon auszugehen, dass die Verdächtigen die ursächliche Laterne gestartet haben. "Für uns ist diese Tat damit weitgehend geklärt", sagte Gerd Hoppmann von der Krefelder Kriminalpolizei. Er nannte es hochanständig, dass sich die Personen gemeldet hätten. Ansonsten hätte es bis dato keine Hinweise auf Verdächtige gegeben.

12.01 Uhr: Brandherd lokalisiert

Die Behörden haben den Ausgangspunkt des Brandes lokalisiert. Er liegt demnach in der nordöstlichen Ecke des Daches, von wo sich der Brand ausgebreitet habe.

12.00 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt

Die Pressekonferenz der Polizei in Krefeld beginnt. Die Behörden wollen über die neuesten Ermittlungsergebnisse informieren.

11.20 Uhr: Handschrift auf Laterne passt angeblich zu Verdächtigem

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass die Ermittler angeblich die Handschrift auf Überresten einer Himmelslaterne einem Verdächtigen zuordnen konnten. Die illegale Laterne soll demnach nahe des Affenhauses gefunden worden sein. Ob sie das Feuer ausgelöst hat, müsse aber noch ermittelt werden.

9.30 Uhr: Behörden informieren mittags über den Stand der Ermittlungen

Die Polizei will am Donnerstagmittag um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. Bereits am Neujahrstag hatten sich mehrere Menschen bei der Polizei gemeldet, die als mögliche Verursacher des Brandes in Betracht kommen. Die Ermittler hatten zuvor Hinweise darauf gefunden, dass illegale Himmelslaternen das Affenhaus in Brand gesetzt haben könnten.

9.00 Uhr: Mitarbeiter müssen Trauer um Tiere verarbeiten

Für die Mitarbeiter des Krefelder Zoos steht nach Aussage des Direktors nun die Trauerverarbeitung im Vordergrund – neben der Pflege der übrigen Tiere. "Der Schmerz, der da ist, sitzt unglaublich tief", sagte Wolfgang Dreßen in WDR2. Konkrete Vorstellungen, wie es mit dem niedergebrannten Affenhaus und der Zucht der in der Wildnis teilweise bedrohten Tiere nun weitergehe, gebe es noch nicht. Mehr lesen Sie hier.

8.00 Uhr: Zoo bleibt auch am Donnerstag geschlossen

Nach dem verheerenden Brand im Affenhaus bleibt der Krefelder Zoo am Donnerstag weiter geschlossen. Bei dem Feuer waren in der Nacht zu Neujahr mehr als 30 Tiere gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Das Gebäude brannte komplett aus. Es entstand ein Millionenschaden.

Verwendete Quellen:
  • Livestream der Pressekonferenz
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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