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Thailand: Lungenkrankheit aus China auch im Ausland nachgewiesen

Eindeutiger Nachweis  

Lungenkrankheit aus China greift auf Ausland über

16.01.2020, 03:21 Uhr | dpa

Thailand: Lungenkrankheit aus China auch im Ausland nachgewiesen. Ein Beamter für Gesundheitsüberprüfungen sitzt am Flughafen von Hongkong: Noch ist nicht klar, wo genau die Frau sich mit dem Virus infizierte. (Archivbild) (Quelle: AP/dpa/Andy Wong)

Ein Beamter für Gesundheitsüberprüfungen sitzt am Flughafen von Hongkong: Noch ist nicht klar, wo genau die Frau sich mit dem Virus infizierte. (Archivbild) (Quelle: Andy Wong/AP/dpa)

Bei der Fieberkontrolle fiel die Frau auf, nun steht fest, dass sie sich wirklich mit dem chinesischen Erreger infiziert hat: Das neue Virus aus China breitet sich in andere Länder aus.

Nach dem Ausbruch einer rätselhaften Lungenkrankheit in der chinesischen Metropole Wuhan ist das neuartige Coronavirus erstmals im Ausland bestätigt worden. Der Erreger wurde mit Hilfe einer Genom-Analyse bei einer Frau in Thailand nachgewiesen, wie die Weltgesundheitsorganisation berichtete.

Die 61-jährige Chinesin sei am 8. Januar nach einem Flug von Wuhan nach Bangkok bei der Fieberkontrolle am internationalen Flughafen aufgefallen. Wie sich die Patientin angesteckt habe, werde noch ermittelt. Die Chinesin sei zwar zu Märkten mit frischen Waren in Wuhan gegangen, aber nach eigenen Angaben nicht zu dem Fisch- und Wildtiermarkt, der in Verbindung mit dem Ausbruch gebracht wird. Die Patientin sei in einem stabilen Zustand. 

Und auch in Japan ist erstmals das Virus bestätigt worden. Ein Mann aus der Volksrepublik sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Tokio am Donnerstag mit. Der in Tokios Nachbarprovinz Kanagawa lebende Chinese sei am 6. Januar nach einem Besuch in Wuhan zurückgekehrt. Er kam demnach am Freitag ins Krankenhaus, konnte aber am Mittwoch entlassen werden.

Ein Mann ist bereits an dem Virus gestorben

41 Fälle sind in Wuhan bestätigt, sieben Patienten sind in kritischem Zustand. Ein Mann mit schweren anderen gesundheitlichen Problemen ist an den Komplikationen gestorben. Außer in Thailand gibt es auch in Hongkong, Singapur und Südkorea Verdachtsfälle, die aber nicht bestätigt sind.

Möglicherweise kommt das Virus aus der Tierwelt. Bislang gibt es keine klaren Beweise für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch, stellte die WHO fest. Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen – allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu. Eine Übertragung der hochvariablen Viren zwischen Tierarten oder vom Tier auf den Menschen ist nicht ungewöhnlich.

Die Sars-Viren töteten in China 800 Menschen

Der Erreger ist dem Berliner Virusforscher Christian Drosten zufolge ein Sars-Virus – ähnlich dem bei der Sars-Pandemie 2002/03. Unterschiede gebe es vor allem bei den Proteinen, mit denen das Virus an menschliche Zellen andocke. Bei dem Sars-Ausbruch waren von China ausgehend weltweit rund 8.000 Fälle erfasst worden. Rund 800 Menschen sind gestorben.

Bei Sars galten Schleichkatzen als wahrscheinlichster Ursprung des Erregers. Sars steht für "Severe Acute Respiratory Syndrome", also Schweres Akutes Atemwegssyndrom.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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