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Epstein-Skandal: Prinz Andrew gerät zunehmend unter Druck

Von dpa
Aktualisiert am 03.07.2020Lesedauer: 3 Min.
Ghislaine Maxwell, Tochter des verstorbenen britischen Verlegers R.
Ghislaine Maxwell, Tochter des verstorbenen britischen Verlegers R. Maxwell, an Bord der "Lady Ghislaine". (Quelle: Dominique Mollard/AP/dpa./dpa)
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London/New York (dpa) - Der britische Prinz Andrew (60) gerät im Missbrauchsskandal um den Multimillionär Jeffrey Epstein immer stärker unter Druck.

Die US-Anwältin Gloria Allred warf dem Royal vor, die Opfer einem "Foltertest zu unterziehen". Er weiche der US-Justiz immer wieder aus, sagte die Opferanwältin. Sie forderte Andrew auf, endlich zu sagen, was er wisse.

"Er muss das machen - ohne Verzögerung", sagte Allred am Freitag dem britischen Sender ITV. Zuvor war Epsteins Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell in den USA festgenommen worden; sie soll in den Skandal verstrickt sein.

Andrew ist der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. (94) und gab im Zuge des Skandals seine royalen Pflichten vorerst auf. Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan forderte ihn jetzt in einem Interview des Senders LBC dazu auf, mit den US-Behörden zu kooperieren. Premier Boris Johnson wollte sich öffentlich nicht konkret dazu äußern. Es sei eine Sache des Königshauses, sagte er.

Die Anwältin Allred vertritt einige Frauen im Skandal um Epstein. Der einschlägig vorbestrafte US-Geschäftsmann hatte sich in einem New Yorker Gefängnis im vergangenen August das Leben genommen. Er hatte Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen.

Prinz Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein in dessen Anwesen in den USA und der Karibik. Von den Machenschaften seines Freundes will er nichts mitbekommen haben. Eines der Opfer, Virginia Giuffre, wirft dem Prinzen aber vor, er selbst habe sie als Minderjährige missbraucht. Andrew bestreitet das. Der 60-Jährige sagte zu, allen zuständigen Ermittlungsbehörden helfen zu wollen.

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Die US-Polizei nahm jetzt Epsteins frühere Partnerin Maxwell wegen mutmaßlicher Beihilfe fest. Ihr werde vorgeworfen, Epstein beim Missbrauch teils minderjähriger Mädchen geholfen und manchmal sogar selbst daran teilgenommen zu haben, teilte die New Yorker Staatsanwaltschaft am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Die 58-Jährige habe zu Epsteins "engsten Verbündeten" gehört und eine "entscheidende Rolle" bei seinen Machenschaften gespielt, sagte Staatsanwältin Audrey Strauss. Rund ein Jahr nach der Anklage Epsteins könne nun auch seine Ex-Partnerin endlich angeklagt werden. "Wir haben hart an dieser Untersuchung gearbeitet. Es ist nicht einfach, eine Anklage in einem Fall zusammenzustellen, der soweit zurück geht." Die Behörden hätten aber in den vergangenen Monaten immer ein Auge auf Maxwell gehabt und Informationen gesammelt.

Maxwell war nach Angaben des FBI in der Stadt Bradford im nordöstlichen US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden, wo sie in einem "wunderschönen Anwesen" gelebt habe, wie der stellvertretende New Yorker FBI-Chef William Sweeney sagte.

Die 58-Jährige erschien am Donnerstag - wegen der Coronavirus-Pandemie per Videokonferenz - vor Richterin Andrea Johnstone in New Hampshire. Diese legte fest, dass Maxwell nach New York gebracht werden und dort angeklagt werden solle. Maxwell hatte jedes Wissen über Epsteins Machenschaften und jede Beteiligung daran zuvor zurückgewiesen.

Die nun vorgelegten Anklagepunkte gegen Maxwell bezögen sich auf die Jahre 1994 bis 1997, sagte die New Yorker Staatsanwältin Strauss. Der Missbrauch von Frauen und Mädchen, von denen eine nur 14 Jahre alt gewesen sein sollen, habe hauptsächlich in Epsteins Anwesen in New York, Palm Beach und Santa Fe sowie in Maxwells Wohnsitz in London stattgefunden. Maxwell, Tochter des britischen Verlegers Robert Maxwell (1923-1991), soll Geschäftspartnerin und eine Zeit lang auch Freundin von Epstein gewesen sein.

In der Anklageschrift heißt es, Maxwell habe versucht, sich mit jungen Mädchen und Frauen anzufreunden und sie dann zu sexuellen Aktivitäten mit Epstein zu drängen. Bei einigen Missbrauchshandlungen sei sie selbst dabei gewesen und habe aktiv teilgenommen.

"Die Anwesenheit von Maxwell als erwachsene Frau hat dazu beigetragen, die Frauen zu beruhigen", sagte Staatsanwältin Strauss. "Sie hat vorgegeben, eine Frau zu sein, der sie vertrauen können, während sie sie gleichzeitig dazu gebracht hat, von Epstein und manchmal auch von ihr selbst sexuell missbraucht zu werden."

Auch im Fall Giuffre soll Maxwell eine Rolle gespielt haben. Sie hatte Epstein und Andrew miteinander bekannt gemacht. Giuffre wirft Andrew vor, sie im Haus Maxwells 2001 missbraucht zu haben. Ein Foto, auf dem die drei in dem Haus zu sehen sind, will der Royal nicht wiedererkennen. Andrew hat die Vorwürfe zurückgewiesen, vor der New Yorker Staatsanwaltschaft aber auch noch nicht als Zeuge ausgesagt.

"Wir würden es weiter sehr gerne sehen, wenn er zu uns käme und mit uns sprechen würde", sagte Staatsanwältin Strauss. "Unsere Türen bleiben offen." Andrew zeigte sich von dieser Aussage überrascht. Das Team des Herzogs von York sei "verblüfft, angesichts dessen, dass wir zwei Mal mit der US-Justiz im vergangenen Monat kommuniziert haben", hieß es aus dem Umfeld Andrews am Donnerstagabend.

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