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Madrid: Heftige Explosion im Stadtzentrum – mindestens drei Menschen tot

Mindestens drei Tote  

Priester-Residenz in Madrid nach heftiger Explosion zerstört

20.01.2021, 20:17 Uhr | dpa

Heftige Explosion im Zentrum Madrids

Bei einer Explosion in der spanischen Hauptstadt Madrid sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen wurden verletzt. (Quelle: Reuters)

Spanien: Bei einer heftigen Explosion im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. (Quelle: Reuters)


Schock in der spanischen Hauptstadt: Eine Gasexplosion im Zentrum von Madrid ist kilometerweit zu hören. Mindestens drei Menschen sterben. Die Fassade eines sechsstöckigen Gebäudes stürzt ein. 

Eine heftige Gasexplosion hat im Zentrum von Madrid unweit der Touristenattraktion Plaza Mayor mindestens drei Menschenleben gefordert - und Tausende Bewohner der spanischen Hauptstadt in Angst und Schrecken versetzt. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Feuerwehr und der Sicherheitsbehörden am Mittwoch gegen 15 Uhr.

Enrique Lopez Ventura, Generaldirektor für Notfälle der Stadt Madrid, informiert Journalisten am Unglücksort.  (Quelle: dpa)Enrique Lopez Ventura, Generaldirektor für Notfälle der Stadt Madrid, informiert Journalisten am Unglücksort. (Quelle: dpa)

Die Leichen einer 85 Jahre alten Frau und zweier zunächst nicht identifizierter Männer wurden geborgen, wie der spanische TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf Sprecher des Innenministeriums und der Feuerwehr berichteten.

"Unser Gebäude hat 15 Sekunden lang gezittert"

Die Explosion war im Umkreis von mehreren Kilometern sehr laut zu hören. "Es war schrecklich, es war schrecklich", stammelte eine ältere Nachbarin mit zitternden Händen vor TV-Kameras im Gespräch mit dem zum Unglücksort geeilten Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida. 

Einsatzkräfte beim Löschen des Brands: Die Explosion brachte Fassaden zum Einstürzen.  (Quelle: AP/dpa/Manu Fernandez)Einsatzkräfte beim Löschen des Brands: Die Explosion brachte Fassaden zum Einstürzen. (Quelle: Manu Fernandez/AP/dpa)

Eine andere Augenzeugin, Lola López, sagte dem TV-Sender "La Sexta": "Es war wie Krieg. Es war wie eine Bombe. Überall flogen uns Steine um die Ohren. Eine Wand ist zwei Meter neben uns eingestürzt. Wir sind weggelaufen." Der 37-jährige Rodrigo Verano, der unweit des Unglücksgebäudes wohnt, sagte der Zeitung "El País": "Unser Gebäude hat 15 Sekunden lang gezittert."

Wie TV-Bilder zeigten, stürzte die Fassade des sechsstöckigen Gebäudes mit der Hausnummer 98 der Straße Calle de Toledo - etwa 700 Meter südlich der Plaza Mayor - nahezu völlig ein. Es handelte sich um ein Residenz- und Bürogebäude für Priester.

Zerstörtes Haus: Über dem Stadtzentrum von Madrid war der Rauch der Explosion zu sehen. (Quelle: Reuters/Susana Vera)Zerstörtes Haus: Über dem Stadtzentrum von Madrid war der Rauch der Explosion zu sehen. (Quelle: Susana Vera/Reuters)

Drei Tote, zehn Verletzte, ein Vermisster

Nach den vorläufigen amtlichen Erkenntnissen gab es neben den drei Todesopfern zehn Verletzte und einen Vermissten. Ein Mensch sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Bewohner von Nachbargebäuden, darunter eines Seniorenheimes, wurden nach Medienberichten umgehend in Sicherheit gebracht.

Das Unglück sei am Mittwoch gegen 15 Uhr aufgrund eines Gaslecks geschehen, sagte der Vertreter des spanischen Innenministeriums in der Region Madrid, José Manuel Franco, vor Journalisten. Zu dem Zeitpunkt seien am Heizkessel des Unglücksgebäudes Wartungsarbeiten durchgeführt worden. Der Mann, der diese Arbeiten durchführte, werde noch vermisst.

Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei

Die Feuerwehr, die Polizei und die Notfalldienste waren gut dreieinhalb Stunden nach der Explosion weiterhin mit zirka zwei Dutzend Fahrzeugen im Einsatz. Ein Hubschrauber der Polizei überflog immer wieder die Unglücksstelle. Diese blieb wegen Einsturzgefahr weiträumig abgeriegelt. Regierungschef Pedro Sánchez twitterte: "Leider haben wir einige Tote zu beklagen (...)".

Nicht nur die unmittelbaren Nachbarn des Unglücksgebäudes wurden von der Explosion in Mitleidenschaft gezogen. "Bei uns ist der Strom ausgefallen und noch nicht zurück", erzählte der Journalist Fernando Cano, der etwa eineinhalb Kilometer entfernt wohnt, der Deutschen Presse-Agentur. "Meine beiden Kinder haben sich sehr erschrocken, die Explosion war auch hier sehr laut."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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