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Mord an SchĂŒlerin: Richter verhĂ€ngen lebenslange Haft

Von dpa
Aktualisiert am 25.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Der Angeklagte (M) spricht im Landgericht mit seinen AnwÀlten.
Der Angeklagte (M) spricht im Landgericht mit seinen AnwĂ€lten. Der 56-JĂ€hrige wurde fĂŒr den Mord im Herbst 1993 schuldig gesprochen. (Quelle: Bernd Thissen/dpa./dpa)
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Dortmund (dpa) – Kaum war das Urteil gesprochen, atmete der Vater der ermordeten Dortmunder SchĂŒlerin erleichtert auf: lebenslange Haft wegen Mordes. Rund 27 Jahre nach dem gewaltsamen Tod seiner Tochter hat das Dortmunder Schwurgericht den einzigen VerdĂ€chtigen doch noch schuldig gesprochen.

Ins GefĂ€ngnis muss der 56-jĂ€hrige Deutsche vorerst allerdings nicht. Zumindest nicht, so lange das Urteil nicht rechtskrĂ€ftig ist. Keine Fluchtgefahr, hieß es dazu von Seiten der Richter. Deshalb könne auch kein Haftbefehl erlassen werden. Der Angeklagte habe sich dem Strafverfahren schließlich jederzeit gestellt.

Die Richter haben jedoch keinen Zweifel, dass der 56-JĂ€hrige der Mörder der SchĂŒlerin ist. "Er neigte damals dazu, ÜberfĂ€lle auf Frauen durchzufĂŒhren", sagte der Richter bei der UrteilsbegrĂŒndung. "Da passt diese Tat ins Bild." Außerdem gebe es zwei eindeutige DNA-Spuren.

Es war 2018, als der Angeklagte festgenommen worden war. Die Ermittler hatten sich noch einmal eine Hautschuppe vorgenommen, die auf der Leiche der SchĂŒlerin sichergestellt worden war. Sie wurde nach neuesten medizinischen Analysemethoden untersucht. Und tatsĂ€chlich: Diesmal ließ sich ein DNA-Muster erkennen, das zu einem Mann fĂŒhrte, der wegen gewaltsamen Übergriffen auf Frauen bereits viele Jahre im GefĂ€ngnis gesessen hat - dem Angeklagten.

Die Richter gehen davon aus, dass er die 16-JĂ€hrige in der Nacht auf den 14. Oktober 1993 auf dem Heimweg verfolgt und erwĂŒrgt hat – nur wenige Hundert Meter von ihrem Elternhaus entfernt. Beide sollen im selben Bus gesessen haben. Es war das erste Mal, dass die SchĂŒlerin ĂŒber das Wochenende alleine war. Die Eltern waren in Holland.

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Was damals genau passiert ist, lÀsst sich laut Urteil nicht mehr exakt rekonstruieren. "Die Begehung der Tat lÀsst jedoch nur den Schluss zu, dass der TÀter sich sexuell befriedigen wollte", so Richter Thomas Kelm.

Der Angeklagte selbst hatte bis zuletzt seine Unschuld beteuert. Sein Verteidiger Udo Vetter hat bereits angekĂŒndigt, dass Revision eingelegt werde.

Es war bereits der zweite Prozess, der gegen den Angeklagten gefĂŒhrt wurde. Ein erstes Strafverfahren war Anfang 2020 geplatzt, nachdem eine Richterin erkrankt war. Im Juli 2020 war der Angeklagte sogar aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil sich die Richter am Dortmunder Landgericht aus Sicht des Oberlandesgerichts Hamm zu viel Zeit gelassen hatten, um den Prozess wieder neu zu beginnen. Ein Verstoß gegen das Beschleunigungsgebot in Haftsachen, hieß es damals. Seitdem ist der 56-JĂ€hrige auf freiem Fuß.

Die Eltern der SchĂŒlerin hatten beide Prozesse von Anfang an verfolgt. "Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden", hatte die Mutter den Richtern am Tag der PlĂ€doyers gesagt. "Aber das stimmt nicht." Nach den SchlussvortrĂ€gen erlitt die Frau nach Angaben ihres Ehemannes einen Herzinfarkt.

Sollte der Angeklagte - wie von seinem Verteidiger angekĂŒndigt - Revision einlegen, muss der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Dortmunder Urteil nun ĂŒberprĂŒfen.

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