Sie sind hier: Home > Panorama >

Jena: Fernwärme-Havarie – Versorgung läuft wieder

6.500 Haushalte ohne Heizung  

Fernwärme-Havarie – Versorgung in Jena läuft wieder

11.02.2021, 09:55 Uhr | AFP, dpa, aj

Jena: Fernwärme-Havarie – Versorgung läuft wieder. Wohnblock in Jena: Betroffene dürfen bei ihren Angehörigen unterkommen, die entsprechende Corona-Regel ist derzeit ausgesetzt. (Quelle: dpa/Bodo Schackow)

Wohnblock in Jena: Betroffene dürfen bei ihren Angehörigen unterkommen, die entsprechende Corona-Regel ist derzeit ausgesetzt. (Quelle: Bodo Schackow/dpa)

Mitten in der Kältewelle waren in der vergangenen Nacht etliche Haushalte in Jena ohne Heizung. Es gab eine Havarie an einer Fernwärmeleitung. Nun wird gemeldet, dass die Stadt wieder versorgt wird. 

Nachdem in Jena Tausende Menschen nach einer Havarie von der Fernwärme abgeschnitten waren, läuft die Versorgung seit Donnerstagfrüh wieder. Wie ein Sprecher der Stadtwerke Jena am Morgen mitteilte, wurde die Reparatur der Leitung vom Kraftwerk Winzerla bereits nach Mitternacht erfolgreich abgeschlossen. Daraufhin wurden Belastungstests durchgeführt. Da diese ebenfalls erfolgreich waren, konnte der Betrieb um 3 Uhr früh schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) hatte zuvor den Katastrophenfall ausgerufen.

Ursache ist gefunden

Nachdem die Temperatur stufenweise erhöht wurde, lag sie in der Fernwärmeleitung um 5 Uhr wieder bei etwa 118 Grad. "Ursache für die Havarie war ein Riss in der Schweißnaht", sagte der Sprecher. Am Mittwochmorgen war aus einem unterirdischen Fernwärmebauwerk eine heiße Dampfwolke ausgetreten. Nach der Havarie waren bis zu 6.500 Haushalte im Norden Jenas von der Fernwärmeversorgung getrennt.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke fanden am Mittwochabend nach stundenlanger Suche die Ursache der Havarie: Ein Leck in der Fernwärmeleitung in einem Kreuzungsbereich. Die Reparaturarbeiten seien unmittelbar eingeleitet worden, teilten die Stadtwerke mit. Wann die Fernwärmeversorgung wieder aufgenommen werden kann, war zunächst unklar.

In dem Katastrophenfall galten für die von Kälte Betroffenen die Corona-Kontaktbeschränkungen nicht, wie die Thüringer Stadt mitteilte – sie konnten von Angehörigen, Freunden oder Bekannten aufgenommen werden. Es sollten aber "die üblichen Hygieneregeln eingehalten werden", so Oberbürgermeister Nitzsche.

Wärme möglichst lang in den Wohnungen halten

Die Menschen in betroffenen Gebieten wurden "dringend gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Vorkehrungen zu treffen, um die Wärme möglichst lange in ihren Wohnungen zu halten".

Die Stadt Jena und die Stadtwerke richteten einen gemeinsamen Krisenstab ein. Dieser arbeitet an der Bereitstellung von Notunterkünften sowie an der Beschaffung von Ersatzversorgungsanlagen, um beispielsweise soziale Einrichtungen und Pflegeheime in dem Gebiet übergangsweise versorgen zu können. Bürger konnten sich an eine Hotline wenden, unter der Notunterkünfte vermittelt wurden.

Auf der Suche nach der Schadensursache hatten Bauarbeiter eine Straße auf sechs Metern Länge aufgerissen. Über den Tag verteilt waren bis zu 40 Menschen direkt am Ort der Havarie im Einsatz, darunter auch Spezialfirmen, wie die Stadtwerke am Abend mitteilten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal