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Vermisstes U-Boot gefunden: 53 Crewmitglieder tot

Von dpa
Aktualisiert am 25.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Indonesien: Rettungskräfte fanden das Wrack des seit Mittwoch vermissten U-Boots am Sonntag nahe der Insel Bali. (Quelle: t-online)
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Seit Mittwoch war das U-Boot der indonesischen Armee verschollen. Jetzt steht fest: Es gibt keine Hoffnung mehr. Das Boot ist gesunken, die 53 Besatzungsmitglieder sind gestorben.

Vier Tage nach seinem Verschwinden vor der Küste Balis ist das indonesische Marine-U-Boot gefunden worden. Dies teilte der Armeechef des südostasiatischen Landes, Luftmarschall Hadi Tjahjanto, am Sonntag mit. Die 53 Menschen an Bord seien tot. "Mit diesem authentischen Beweis können wir bestätigen, dass die KRI Nanggala 402 gesunken ist und alle 53 Seeleute an Bord im Dienst gestorben sind", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Suchaktion beendet: Das vermisste indonesische U-Boot ist lokalisiert worden.
Suchaktion beendet: Das vermisste indonesische U-Boot ist lokalisiert worden. (Quelle: Eric Ireng/ap-bilder)

Das U-Boot sei in drei Teile zerbrochen. Präsident Joko Widodo kondolierte den Angehörigen der verunglückten Besatzungsmitglieder.

Zu tief getaucht

Die Marine vermutete die "KRI Nanggala-402" 600 bis 700 Meter unter der Wasseroberfläche. Nach Angaben des Herstellers war das Schiff aber nur für eine Tauchtiefe von 250 bis 500 Metern ausgelegt.

Diese Rettungsweste soll aus dem gesunkenen U-Boot stammen: Es gibt keine Hoffnung mehr auf Überlebende.
Diese Rettungsweste soll aus dem gesunkenen U-Boot stammen: Es gibt keine Hoffnung mehr auf Überlebende. (Quelle: Johannes P. Christo/Reuters-bilder)

Die in Deutschland gebaute "KRI Nanggala-402" hatte während einer Übung am frühen Mittwochmorgen den Kontakt zur Flotte verloren. Das knapp 60 Meter lange U-Boot befand sich zu dem Zeitpunkt rund 95 Kilometer nördlich von Bali. Am Donnerstag warnte die indonesische Marine, dass die Besatzung nur noch bis zum frühen Samstagmorgen genügend Sauerstoff hätte. Diese Zeit ist längst verstrichen.

Internationale Suchaktion

Am Samstag meldete die Marine den Fund von Gegenständen, darunter eine Flasche mit Schmierstoff für das Periskop und eine Torpedohülle. Die Teile hätten niemals ohne Druck aus dem U-Boot gelangen können, sagte Armeechef Tjahjanto am Samstag. Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer drückte den Familien der Seeleute sowie dem indonesischen Verteidigungsminister und den Streitkräften am Samstagabend in einer Botschaft auf Twitter ihr Beileid aus.

Am Samstag hatten sich auch ein australisches Kriegsschiff und ein amerikanischen Spezialflugzeug an der Suche beteiligt. Zudem wurden das Bergungsschiff "MV Swift Rescue" der Marine Singapurs sowie Schiffe aus Malaysia und Indien vor der Küste Balis erwartet. Die australische Fregatte "HMAS Ballarat" stieß am Samstag zu der Suchaktion vor Bali hinzu. Von amerikanischer Seite beteiligte sich eine Poseidon P-8, ein speziell zur U-Boot-Jagd ausgerüstetes Flugzeug.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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