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Hitzerekord in Kanada: Fast 50 Grad und mehr als Hunderte Todesopfer

Extreme Hitze in Kanada  

Hunderte Tote bei fast 50 Grad Celsius

01.07.2021, 16:16 Uhr | dpa, AFP

 (Quelle: Glomex)
Rekordhitze in Kanada fordert mehr als 100 Todesopfer

Der Westen Kanadas kämpft derzeit mit einer extremen Hitzewelle. Das Thermometer erreichte die höchsten Werte in der Geschichte des Landes. Zahlreichen älteren Menschen wird das zum tödlichen Verhängnis.

Bis zu 50 Grad: Viele Regionen Kanadas kämpfen im Moment mit der ungewöhnlichen Hitze. (Quelle: Sat.1)


Der Westen Kanadas kämpft derzeit mit einer extremen Hitzewelle. Das Thermometer erreichte die höchsten Werte in der Geschichte des Landes. Zahlreichen älteren Menschen wird das zum tödlichen Verhängnis.

Die anhaltende Hitzewelle im Westen Kanadas hat nach Angaben der Behörden zu Hunderten Todesfällen beigetragen. Von Freitag bis Mittwoch seien in der Provinz British Columbia 486 plötzliche und unerwartete Todesfälle gemeldet worden, teilte die Gerichtsmedizin der Westküsten-Provinz am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit. Diese Zahl werde vermutlich noch steigen. Sie liege 195 Prozent über dem üblichen Durchschnitt eines vergleichbaren Zeitraums. Die Behörde geht davon aus, dass der starke Anstieg mit der extremen Hitze zusammenhängt.

49,6 Grad Celsius zeigte das Thermometer am Dienstag in Lytton (Provinz British Columbia) an, wie die örtliche Wetterbehörde auf Twitter mitteilte. Das sei ein "Allzeit-Temperaturrekord". Die Werte seien allerdings vorläufig und könnten noch aktualisiert werden, hieß es weiter.

In der betroffenen Region wurden klimatisierte Zentren eingerichtet, in denen Menschen Zuflucht vor der Hitze finden können. Die Gerichtsmedizinerin Lisa Lapointe rief dazu auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und gefährdeten Personen zu helfen.

Viele Ältere unter den Toten

Allein in der Stadt Burnaby östlich von Vancouver seien in einem Zeitraum von 24 Stunden mehr als 25 Menschen plötzlich gestorben, teilte die Royal Canadian Mounted Police am Dienstag mit. Unter den Toten seien viele ältere Menschen gewesen.

Die Polizei rief die Bevölkerung auf, besonders auf Risikogruppen zu achten. "Es ist unbedingt erforderlich, dass wir uns bei dieser extremen Hitze umeinander kümmern", sagte Polizeisprecher Mike Kalanj. In der Westküstenmetropole Vancouver wurden mehrere klimatisierte Zentren eingerichtet, wo Menschen Zuflucht vor der Hitze finden können.

Extreme Hitze auch in Europa

Auch in Griechenland hält die Hitzewelle seit zehn Tagen an. Am Donnerstag könnte sie einen neuen Höhepunkt mit Temperaturen bis zu 44 Grad erreichen. Vielerorts zeigten in den vergangenen Tagen die Thermometer bereits Werte um die 40 Grad an. Betroffen sind vor allem Regionen der Halbinsel Peloponnes im Süden des Landes, wie das griechische Wetteramt am Mittwoch mitteilte.

Eine Hitzewelle sucht auch die Mittelmeerinsel Zypern heim. Auch dort lagen die Temperaturen nach Angaben des Wetteramts seit Tagen um die 40 Grad.

Auch nachts herrschen hohe Temperaturen um die 30 Grad. Dies sei sehr gefährlich, weil der Körper sich nicht von der Hitze des Tages erholen könne, wurden Ärzte wiederholt in griechischen Medien zitiert. Mediziner und Meteorologen warnten vor unnötiger Bewegung und Arbeit im Freien. Dies gelte besonders für ältere Menschen und Kinder. Zudem sollen die Menschen weite und helle Baumwollkleidung tragen, viel Wasser trinken und keinen Alkohol oder zuckerhaltige Getränke.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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