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Tonga verhängt Lockdown nach Coronafällen – zwei Wochen nach Vulkanausbruch


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Tonga verhängt Lockdown nach Coronafällen

Von dpa
Aktualisiert am 02.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Nach heftiger Eruption: Neue Bilder zeigen die Verwüstung im Inselstaat Tonga. (Quelle: t-online)
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Erst ein Vulkanausbruch, nun die Corona-Pandemie: Die Bewohner des Inselstaats sollen nun weitgehend in ihren Häusern bleiben – dabei sind die Schäden nach der Eruption noch nicht komplett behoben.

Zweieinhalb Wochen nach dem gewaltigen Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai bei Tonga muss der Südsee-Staat nun auch noch einen Corona-Ausbruch bekämpfen. Zwei Arbeiter seien bei routinemäßigen Tests in einer Werft in der Hauptstadt Nuku'alofa positiv auf das Virus getestet worden, sagte Premierminister Siaosi Sovaleni am Mittwoch. Der Inselstaat gehe ab 18 Uhr (Ortszeit) in einen Lockdown, ordnete die Regierung an.


So gewaltig war die Vulkanexplosion im Südpazifik

Hunga Ha'apai: Über dem Vulkan steigt in nordöstlicher Richtung eine große Asche-, Dampf- und Gaswolke bis zu 20 Kilometer über dem Meeresspiegel auf.
Inselabschnitt: Ein von der New Zealand Defence Force (NZDF) zur Verfügung gestelltes Bild zeigt den Blick aus einem P-3K2 Orion-Flugzeug, das über mit Asche bedeckte Häuser und Vegetation fliegt.
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Tonga hatte im März 2020 seine Grenzen geschlossen und sich seither von der Außenwelt weitgehend abgeschottet. Bislang wurde seit Beginn der Pandemie nur eine einzige Corona-Infektion bestätigt, nachdem im vergangenen Jahr ein Flugzeug aus Neuseeland gelandet war.

Schulen zu, Verkehr fast eingestellt

Deshalb war nach dem Vulkanausbruch die Sorge groß, dass ausländische Helfer das Virus einschleppen könnten. Um die Bevölkerung nicht zu gefährden, erfolgte die Lieferung der Hilfsgüter aus Neuseeland und Australien kontaktlos – es gab somit keinen direkten Kontakt zwischen den Hilfscrews und den Menschen in Tonga. Wo sich die Werftarbeiter infiziert haben, war zunächst unklar.

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Unter anderem wird nun der Schiffs- und Bootsverkehr sowie auch der Flugverkehr zwischen den verschiedenen Inseln des Archipels eingestellt. Schulen sollen geschlossen werden, die Menschen wurden aufgefordert, weitgehend in ihren Häusern zu bleiben. Die Regierung will die Lage alle 48 Stunden neu bewerten.

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Schäden des Vulkanausbruchs noch nicht behoben

Die durch die Eruption zusammengebrochenen Kommunikationsverbindungen sind allerdings immer noch gestört. "Tonga steht nun vor seinem ersten Covid-19-Lockdown, bevor die Telekommunikation vollständig wiederhergestellt wurde und bevor Unternehmen und Haushalte wieder funktionierendes Internet haben", schrieb das Portal "Matangi Tonga".

Der unterseeische Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai, der nur 65 Kilometer nördlich von Tongas Hauptstadt Nuku'alofa liegt, war am 15. Januar ausgebrochen und hatte eine gigantische Wolke aus Asche und Gas kilometerweit in die Höhe geschleudert. Die Eruption löste einen Tsunami aus, dessen Flutwellen sogar weit entfernte Regionen wie Alaska und Südamerika erreichten. Tongas Regierung bestätigte drei Tote und mehrere Verletzte.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Angelika Franz
CoronavirusLockdownNeuseelandVulkanausbruch
Justiz & Kriminalität




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