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Todesstrafe in den USA: Arizona setzt Hinrichtungen nach Panne aus

Arizona setzt Hinrichtungen aus  

Behörden weisen Kritik an qualvoller Exekution zurück

25.07.2014, 13:53 Uhr | AFP

Todesstrafe in den USA: Arizona setzt Hinrichtungen nach Panne aus. Nach dem Fall einer qualvollen Exekution setzt der US-Bundesstaat Arizona zunächst weitere Hinrichtungen aus.  (Quelle: dpa)

Nach dem Fall einer qualvollen Exekution setzt der US-Bundesstaat Arizona zunächst weitere Hinrichtungen aus. (Quelle: dpa)

Nach der qualvollen Hinrichtung eines Doppelmörders in Arizona haben die Behörden des US-Bundesstaats Vorwürfe zurückgewiesen, der Verurteilte habe gelitten.

Der Leiter der Strafvollzugsbehörde in Arizona, Charles Ryan, erklärte, es gebe bislang "keine medizinischen oder forensischen Beweise", dass die Hinrichtung verpfuscht worden sei.

Eine von der Gouverneurin von Arizona, Jan Brewer, angeordnete Untersuchung habe ergeben, dass Joseph Wood während der Hinrichtungsprozedur "komatös" gewesen sei und nicht gelitten habe. 


Kaum erprobte Giftmischung verwendet

Der 55-jährige Wood war am Mittwoch mit einer bislang kaum erprobten Giftmischung hingerichtet worden und rang nach Angaben seines Anwalts und Augenzeugen zufolge nach Verabreichung der Injektion noch fast zwei Stunden mit dem Tod. In der Regel dauert es zehn Minuten, bis ein Todeskandidat nach der Verabreichung des Giftcocktails stirbt.

Die USA haben derzeit Probleme bei der Versorgung mit den für die Giftinjektionen verwendeten Mitteln. Mehrere US-Bundesstaaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen deswegen neue, teils wenig erprobte Mittel. 


Weitere Hinrichtungen werden vorerst ausgesetzt

Ryan erklärte allerdings auch, dass die Staatsanwaltschaft in Arizona angeordnet habe, alle Exekutionen zunächst auszusetzen, bis Woods Fall vollständig geklärt sei. Zuvor hatte die EU Arizona aufgefordert, in einem ersten Schritt hin zur Abschaffung der Todesstrafe alle Hinrichtungen auszusetzen. 

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