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Kiel: Gefährlicher Straftäter aus Haft entlassen

30 Personen direkt gefährdet  

Gefährlicher Straftäter in Kiel aus Haft entlassen

14.08.2019, 12:14 Uhr | KN-online, t-online.de, jp

Kiel: Gefährlicher Straftäter aus Haft entlassen. Polizeiwagen in Kiel: Ein gefährlicher Häftling wurde entlassen – etwa 30 Personen sind direkt gefährdet. (Symbolbild) (Quelle: imago images)

Polizeiwagen in Kiel: Ein gefährlicher Häftling wurde entlassen – etwa 30 Personen sind direkt gefährdet. (Symbolbild) (Quelle: imago images)

In der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt wurde ein Häftling nach verbüßter Strafe entlassen – trotz hoher Gefahr für mehrere Dutzend Personen. Die Polizei Kiel hat umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

In Kiel ist ein gefährlicher Straftäter aus der Haft entlassen worden. Wie die "Kieler Nachrichten" aus internen Polizeikreisen erfahren haben, hat der 44-Jährige noch in seiner Zeit im Gefängnis Drohungen ausgesprochen. Diese richteten sich offenbar sowohl gegen seine Ex-Partnerin, als auch gegen Polizeibeamte.

Diverse Risikofaktoren in der Entlassungsprognose

Demnach saß der Mann, der aus Schwerin stammt, laut einem internen Schreiben der Polizei "wegen diverser Delikte im Zusammenhang mit der Trennung von seiner damaligen Freundin" in der Justizvollzugsanstalt Kiel ein. Wie die "Kieler Nachrichten" berichten, ist in dem Schreiben die Rede von Freiheitsberaubung, Gewaltdelikten und Extremstalking, bis hin zur Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen. Auch im Prozess bestand der Verdacht, dass der Mann seine damalige Partnerin töten wollte.

Die Polizei Kiel hat laut Bericht die Sondereinheit "Rapsfeld" gegründet. In der Einsatzverfügung ist die Entlassungsprognose der JVA Kiel mit diversen Risikofaktoren vermerkt. Eine Polizeianalyse hat die direkte Gefährdung von etwa 30 Personen ergeben. Über die Freilassung des 44-Jährigen wurden diese Menschen informiert – für mehrere Betroffene wurden Schutzmaßnahmen getroffen. 

Kein familiärer Anschluss

Laut "Kieler Nachrichten" sorgt in Polizeikreisen besonders die Ablehnung einer elektronischen Fußfessel durch einen Richter für Unmut. Besorgt seien die Beamten auch wegen der Affinität des Mannes zu Sprengstoff, Waffen und Munition. 
 

 
Falls es zu neuen Straftaten kommen sollte, ist demnach laut Einsatzverfügung "im Zusammenhang mit direkten polizeilichen Maßnahmen ... auf die Eigensicherung zu achten!". 

Verwendete Quellen:

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