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Nudelsuppe vergiftet? Prozess in Wiesbaden wegen Mordversuch

Prozess in Wiesbaden  

49-Jähriger soll Nudelsuppe vergiftet haben – Freispruch gefordert

20.05.2020, 21:42 Uhr | dpa

Nudelsuppe vergiftet? Prozess in Wiesbaden wegen Mordversuch. Justizzentrum in Wiesbaden: Einem 49-Jährigen wird vorgeworfen, in ein Haus eingebrochen zu sein und dort Pflanzengift in eine Suppe gekippt zu haben. (Quelle: dpa/Wilhelm Pischke)

Justizzentrum in Wiesbaden: Einem 49-Jährigen wird vorgeworfen, in ein Haus eingebrochen zu sein und dort Pflanzengift in eine Suppe gekippt zu haben. (Quelle: Wilhelm Pischke/dpa)

Ein 49-Jähriger ist wegen Mordes angeklagt. Er soll Pflanzengift in eine Suppe gegeben haben. Seine Vertretung fordert nun einen Freispruch. Es ist nicht sein erstes Vergehen dieser Art.

Im Prozess um einen Mordversuch mit einer vergifteten Nudelsuppe hat die Verteidigung vor dem Landgericht Wiesbaden auf Freispruch plädiert. "Es ist ein reiner Indizienprozess", sagte die Vertretung des Angeklagten am Mittwoch. Der 49-Jährige erläuterte in seinem "letzten Wort" ausführlich seine Sicht auf die Vorwürfe. Er könne die Beschuldigungen nicht nachvollziehen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer lebenslange Haft für den Angeklagten mit anschließender Sicherheitsverwahrung gefordert.

Motiv: Verliebtheit vermutet

Der Deutsche soll im Februar 2019 im Rheingau in das Haus eines Ehepaares eingedrungen sein und in eine Suppe Pflanzengift gekippt haben. Der Ehemann hatte die Suppe seinen Hunden gegeben. Die Tiere wurden mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht - sie überlebten. Hintergrund der Tat war laut Staatsanwaltschaft, dass der 49-Jährige in den Mann verliebt gewesen sei. Der Ehemann wies die Annäherungsversuche des Angeklagten jedoch zurück.

Der 49-Jährige wurde im April 2019 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bereits 2001 wurde er wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis vom Landgericht Memmingen angeklagt. Er hatte laut Urteil versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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