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Mallorca-Unglück: Grund für Terrassen-Einsturz lässt aufhorchen


Ermittlungen ergeben neue Details
Grund für Einsturz des Mallorca-Clubs lässt aufhorchen

Von t-online, sow

31.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Der Medusa Beach Club auf Mallorca: Nach dem Einsturz vergangene Woche haben die Ermittlungen begonnen.Vergrößern des BildesDer Medusa Beach Club auf Mallorca: Nach dem Einsturz vergangene Woche haben die Ermittlungen begonnen. (Quelle: IMAGO/Thomas Reiner)
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Der Einsturz eines gut besuchten Clubs auf Mallorca liegt eine Woche zurück. Jetzt gibt es neue Ermittlungsdetails – und diese geben Aufschluss über die Ursache.

Der Einsturz der "Medusa Beach Club"-Terrasse auf Mallorca, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, wurde durch eine zu große Belastung ausgelöst. Dies bestätigte Palmas Bürgermeister Jaime Martínez in einer Pressekonferenz, wie die "Mallorca Zeitung" berichtet. Dabei soll insbesondere eine Gruppe niederländischer Urlauber eine Rolle gespielt haben. Diese habe so viele Tische auf der Terrasse zusammengestellt, dass ein letztlich fatales Übergewicht entstand.

Martínez erklärte: "Wir gehen davon aus, dass sich zum Unfallzeitpunkt 21 Personen im ersten Stock befanden." Die Untersuchung der Trümmer habe ergeben, dass die Konzentration dieser Menge an Personen und das Zusammenschieben der Tische letztlich zur Überlastung und zum Einsturz führten.

"Terrasse im oberen Stockwerk hatte keinerlei Lizenz"

Außerdem kam der Bürgermeister noch einmal auf die Rechtslage beim Betrieb der Terrasse zu sprechen. "Das Kellergeschoss, wo sich die Diskothek Coco Rico befindet, wie auch das Restaurant im Erdgeschoss habe über eine Lizenz verfügt. Die Terrasse im oberen Stockwerk hatte keinerlei Lizenz – weder für die Nutzung der Terrasse noch für den gastronomischen Betrieb."

Ein weiterer Faktor, der zum Unglück beigetragen haben könnte, betrifft bauliche Maßnahmen aus dem Jahr 2013. Laut Eder García, Chef der Feuerwehr Palma, hatte es damals Bauarbeiten gegeben – trotz Ablehnung eines entsprechenden Antrags durch die Behörden. Laut García wurde damals unter anderem eine etwa fünf Zentimeter dicke Mörtelschicht in dem nun eingestürzten Bereich aufgetragen. Diese soll dazu gedient haben, den Bereich der Terrasse und den übrigen Teil der Dachterrasse anzugleichen.

Offenbar ein weiteres fatales Detail in der Kausalkette, die letztlich zum Unglück geführt hat. Denn das Gewicht des Mörtels hat laut García ebenfalls dazu beigetragen, dass der Teil der Terrasse, auf dem die Gruppe saß, einbrach.

Trotz des tragischen Unglücks betonte Martínez die Schwierigkeit, alle gastronomischen Betriebe zu kontrollieren: "Es kann sich kein Beamter der Stadt vor jedes der 5.000 Lokale stellen." Dennoch kündigte er für den kommenden Sommer vermehrte Kontrollen an bestimmten Hotspots an. Die Untersuchungen zum genauen Hergang des Unglücks laufen derweil weiter.

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