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Neuseeland: Nach Vulkanausbruch – riskante Mission geplant

Trotz Warnungen  

Neuseeland: Retter planen riskante Mission ins Vulkangebiet

12.12.2019, 09:15 Uhr | AFP

Neuseeland: Nach Vulkanausbruch – riskante Mission geplant. Luftaufnahme der Whaakari-Insel mit dem rauchenden Vulkan: 47 Menschen hielten sich auf der Insel auf, als der Vulkan plötzlich ausbrach. (Quelle: Reuters/Jorge Silva)

Luftaufnahme der Whaakari-Insel mit dem rauchenden Vulkan: 47 Menschen hielten sich auf der Insel auf, als der Vulkan plötzlich ausbrach. (Quelle: Jorge Silva/Reuters)

Kurz nach Ausbruch des White Island-Vulkans sagte der neuseeländische Polizeiminister, es sei Wahnsinn, Rettungskräfte auf die Insel schicken, solange es dort nicht sicher sei. Jetzt ändert er seine Meinung.

Neuseeländische Bergungsteams planen mehrere Tage nach dem Vulkanausbruch auf der Insel White Island einen riskanten Einsatz zur Bergung von Leichen. Trotz der Warnungen von Vulkanforschern vor einer möglichen neuen Eruption billigte die neuseeländische Polizei die Entsendung einer Bergungsmisssion, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die Rettungskräfte sollen bereits am Freitag in dem Vulkangebiet nach den Leichnamen suchen, wie Vize-Polizeichef John Tims mitteilte. Die Behörden gehen davon aus, dass sie einige Stellen kennen, an denen Überreste von Verstorbenen liegen könnten. Drohnen und Hubschrauber waren kurz nach dem Ausbruch ausgeflogen und hatten dazu Informationen gesammelt.

Noch kurz vor der jetzigen Ankündigung der Bergungsmission hatte Polizeiminister Stuart Nash in einem Radiointerview gesagt: "Es wäre Wahnsinn, Männer und Frauen nach White Island zu schicken, wenn es dort nicht sicher für sie ist." Allerdings war zuletzt von Seiten von Angehörigen der Druck auf die Behörden gewachsen, mit der Suche auf der Insel zu beginnen.

Noch immer schweben Menschen in Lebensgefahr

Die Zahl der von dem Vulkanausbruch verursachten Todesopfer stieg unterdessen auf mindestens acht. Zwei Menschen erlagen nach Polizei-Angaben im Krankenhaus ihren Verletzungen. Mehrere Menschen schwebten zudem mit schwersten Verbrennungen weiter in Lebensgefahr. Die Behörden vermuteten, dass es auf White Island mindestens acht weitere bislang ungeborgene Todesopfer gibt.

Als der White Island-Vulkan am Montag ausbrach, hielten sich 47 Menschen auf der Insel auf. Darunter waren vier Deutsche, die nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin Verletzungen davon trugen. Die anderen Ausflugstouristen und Reiseleiter kamen aus Australien, den USA, Großbritannien, China, Malaysia und Neuseeland.

Die White Island-Insel ist die einzige aktive Vulkaninsel Neuseelands. Der Vulkan ist auch unter dem Whaakari bekannt, was "der dramatische Vulkan". Jährlich besuchen Tausende Touristen die Insel im Norden des Landes.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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