Sie sind hier: Home > Panorama > Unglücke >

Medicane in Griechenland: Zwei Tote, schwere Schäden – so wütete der Wirbelsturm

Zwei Tote, schwere Schäden  

So wütete Wirbelsturm "Ianos" in Griechenland

19.09.2020, 17:01 Uhr | dpa

Erste Aufnahmen: Medicane wütet an griechischer Küste

Ein sogenannter "Medicane" sorgt in Teilen des Mittelmeers für schwere See. Erste Amateuraufnahmen von der griechischen Insel Kefalonia zeigen Auswirkungen des Wirbelsturms. (Quelle: Reuters)

Wirbelsturm über Mittelmeer: Erste Amateuraufnahmen zeigen, wie ein Medicane an der griechischen Küste wütet. (Quelle: Reuters)


Umgestürzte Bäume und Strommasten, weggeschwemmte Autos, versenkte Segelboote: Medicane "Ianos" hat eine Spur der Verwüstung an der griechischen Küste hinterlassen. Zwei Menschen starben.

Der Wirbelsturm "Ianos" und ein weiteres Sturmtief über der Nordägäis haben in der Nacht in weiten Teilen Griechenlands schwere Schäden verursacht. In Mittelgriechenland kamen eine Frau und ein Mann ums Leben, eine weitere Frau wurde vermisst.

Viele könnten ihre Häuser wegen Hochwassers nicht verlassen, teilte die Feuerwehr am Morgen mit. Mehr als 600 Menschen seien von Rettungskräften aus Wohnungen befreit oder anderweitig gerettet worden. Wegen Schäden an der Bahnstrecke wurde die Zugverbindung Athen – Thessaloniki unterbrochen.

Bilder und Videos in griechischen Medien und im Internet zeigen die Spur der Verwüstung: Umgestürzte Bäume und Strommasten, weggeschwemmte Autos, Segelboote, die von Wind und Wellen an Land gespült oder gleich im Hafen versenkt wurden. Vielerorts stehen Straßen unter Wasser. Im Laufe des Samstag passiert "Ianos" die Westküste der Insel Kreta, während es in der Nordägäis stürmisch bleibt.

"Auch früher mal Stürme, aber nie so gewaltig"

Ein Medicane wie "Ianos" ist ein Sturmtief, das sich gegen Ende des Sommers im Mittelmeerraum bilden kann, wenn das Wasser dort noch hohe Temperaturen aufweist. Sobald der Sturm das Festland erreicht, verliert er üblicherweise an Kraft. In diesem Fall aber zog "Ianos" an der griechischen Westküste entlang Richtung Süden.

Griechenland wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Stürmen und Starkregen heimgesucht, oft sind Verletzte und Tote zu beklagen. Ältere Griechen versichern, dass es solche schweren Stürme in dieser Regelmäßigkeit früher nicht gegeben habe. "Ich stand bis zu den Hüften im Wasser", sagte eine 86-Jährige am Samstag dem Fernsehsender Skai in der stark betroffenen Stadt Karditsa. "Wir hatten auch früher mal Stürme, aber nie so gewaltig."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal