Sie sind hier: Home > Panorama > Unglücke >

Extremhitze in Kanada: Tausende Blitze fachen Waldbrände weiter an

Nach Extremhitze folgen die Flammen  

Tausende Blitze fachen Waldbrände in Kanada weiter an

03.07.2021, 16:11 Uhr | dpa

Kanada: Blitzeinschläge entfachen Waldbrände

An der Westküste des Landes waren zuletzt neue Rekordtemperaturen gemessen worden, von fast 50 Grad. Tausende Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. (Quelle: Reuters)

Kanada: Verstärkter Blitzeinschlag hat im Westen in den vergangenen zwei Tagen für zahlreiche Waldbrände gesorgt. (Quelle: Reuters)


Es brennt an vielen Stellen im Westen Kanadas. Und das, obwohl die gefährliche Phase des Sommers eigentlich noch nicht begonnen hat. Die Regierung mobilisiert jetzt auch Soldaten und Militärhubschrauber.

Die Extremhitze im Westen Kanadas hat nachgelassen, doch anhaltende Trockenheit und weiterhin hohe Temperaturen begünstigen Dutzende Waldbrände. Allein in der Provinz British Columbia wurden 136 Feuer verzeichnet, wie Cliff Chapman vom Wildfire Service am Freitag (Ortszeit) mitteilte. Innerhalb eines Tages habe es 12.000 Blitzschläge gegeben. Die meisten Waldbrände seien dadurch ausgelöst worden. Die Temperaturen seien nach der Rekordhitze von circa 45 Grad Celsius inzwischen gesunken, aber immer noch überdurchschnittlich hoch, sagte Chapman.

Der kanadische Verteidigungsminister Harjitt Sajjan kündigte an, eine Eingreiftruppe von 350 Soldaten sowie ein Transportflugzeug und zwei Hubschrauber vom Typ Chinook in die Region zu verlegen, um die Einsätze der Feuerwehr bei Bedarf zu unterstützen. Die Hubschrauber könnten Feuerwehrleute transportieren, schweres Gerät verlegen oder bei Evakuierungen von Ortschaften helfen, schrieb er auf Twitter. Zuvor hatte der Krisenstab der Regierung in Ottawa getagt. Das Büro von Premierminister Justin Trudeau erklärte, die Regierung werde die Provinz British Columbia dabei unterstützen, die Lage unter Kontrolle zu bringen und die Sicherheit der Menschen zu gewähren.

Fast 50 Grad in Ortschaft gemessen

Dort war vor einigen Tagen die kleine Ortschaft Lytton durch ein schnell um sich greifendes Feuer fast komplett zerstört worden. Unmittelbar zuvor war dort eine Rekordtemperatur von 49,6 Grad Celsius gemessen worden. Mehr als 1.000 Menschen mussten in der Nacht zum Donnerstag in aller Eile flüchten. Die Behörden gehen davon aus, dass dort zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Noch sei es aber zu gefährlich, Ermittler an den Ort der Feuerkatastrophe zu schicken, teilte die Gerichtsmedizin am Freitag mit.

DC-10 Tankflugzeug im Einsatz: Die Regierung hat auch Soldaten zum Kampf gegen die Flammen geschickt. (Quelle: AP/dpa/Noah Berger)DC-10 Tankflugzeug im Einsatz: Die Regierung hat auch Soldaten zum Kampf gegen die Flammen geschickt. (Quelle: Noah Berger/AP/dpa)

Auch im US-Bundesstaat Kalifornien verschärfte heißes und trockenes Wetter die Feuerlage. Im Norden brannten drei größere Feuer, die Tausende Menschen zeitweise in die Flucht schlugen. Am Freitag konnten viele Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Mehrere Gebäude in der ländlichen Region seien aber zerstört worden, berichtete der "San Francisco Chronicle". Die Vegetation sei bereits so ausgetrocknet, wie man es gewöhnlich erst Ende August sehe, sagte eine Forstbehörden-Sprecherin vom Shasta Trinity National Forest.

In British Columbia trug die gefährliche Hitzewelle nach Angaben der Behörden zu Hunderten Todesfällen bei. Innerhalb einer Woche seien in der Provinz 719 plötzliche und unerwartete Todesfälle gemeldet worden, teilte die Gerichtsmedizin am Freitag mit. Das sei dreimal mehr als üblich. Die Behörde geht davon aus, dass der starke Anstieg mit der extremen Hitze zusammenhängt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: