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"Katastrophale SchÀden": Eine Million US-Haushalte ohne Strom

Von dpa
Aktualisiert am 30.08.2021Lesedauer: 4 Min.
USA: Hurricane "Ida" trifft mit 240 km/h auf US-KĂŒste und richtet bereits große SchĂ€den an. (Quelle: Reuters)
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Das wahre Ausmaß der Zerstörungen durch Hurrikan "Ida" ist noch lĂ€ngst nicht absehbar. Erste EindrĂŒcke lassen Schlimmes befĂŒrchten. Zwar wurde der Sturm nun herabgestuft – die Behörden warnen dennoch.

Der starke Hurrikan "Ida" hat im sĂŒdlichen US-Bundesstaat Louisiana erhebliche SchĂ€den verursacht und mindestens ein Menschenleben gefordert. In der Gemeinde Prairieville sei eine Person von einem umstĂŒrzenden Baum tödlich verletzt worden, teilte das örtliche Sheriff-BĂŒro mit. Der Ort liegt sĂŒdöstlich von Baton Rouge, der Hauptstadt Louisianas.


Hurrikan Ida erreicht die US-KĂŒste

Ein Kamerateam filmt am Lake Pontchartrain im hohen Wasser.
Hohe Wellen bei Lake Pontchartrain sind der Hintergrund fĂŒr das Foto, das ein Mann macht.
+4

Mittlerweile wurde der Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft. Dennoch bleibe die Bedrohung bestehen, warnen die Behörden. "Die Gefahr ist noch nicht vorbei", sagte Deanne Criswell von der amerikanischen Katastrophenschutzbehörde Fema dem Sender CNN. Der Sturm werde auf dem Weg in die US-Bundesstaaten Mississippi oder sogar Tennessee und West Virginia weiter viel Regen mit sich bringen. "Die Menschen, die sich im Einzugsgebiet des Sturms befinden, mĂŒssen sich also weiterhin ĂŒber die Risiken im Klaren sein", sagte Criswell.

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"Ida" war "extrem gefÀhrlicher Hurrikan"

Criswell gab auch eine erste EinschĂ€tzung zu SchĂ€den ab, die der Hurrikan im besonders betroffenen Bundesstaat Louisiana hinterlassen hat. Es gebe Berichte ĂŒber möglicherweise eingestĂŒrzte GebĂ€ude, eine Reihe von KrankenhĂ€usern werde mit Notstrom-Generatoren betrieben. Man wisse auch, dass einige Menschen Hilfe benötigten. Genaueres werde sich in den kommenden Stunden zeigen. "Ich glaube nicht, dass es einen schlechteren Weg fĂŒr den Sturm hĂ€tte geben können." "Ida" sei nicht nur als "extrem gefĂ€hrlicher Hurrikan" der Stufe vier auf Land getroffen, sondern auch stundenlang ein Kategorie-4-Hurrikan geblieben. Der Hurrikan wĂŒtete mit Windgeschwindigkeiten um die 200 Stundenkilometer ĂŒber Louisiana.

Wegen "Ida" sind in der Region zudem mehr als eine Million Kunden ohne Strom. In Louisiana seien rund 998.000 Haushalte betroffen, im benachbarten Bundesstaat Mississippi etwa 36.000. Laut dem Weißen Haus könnte es Wochen dauern, bis die Stromversorgung komplett wiederhergestellt ist. Die SchĂ€den seien "katastrophal".

US-PrĂ€sident Joe Biden versprach den betroffenen Regionen die volle und langfristige UnterstĂŒtzung fĂŒr dien Wiederaufbau. Der Wirbelsturm habe im US-Bundesstaat Louisiana "massive, massive SchĂ€den" verursacht, sagte Biden am Montag bei einer Videoschalte. "Wir stehen Euch und den Menschen an der GolfkĂŒste bei – so lange es fĂŒr Euch dauert, sich wieder zu erholen", sagte Biden.

New Orleans komplett ohne Strom

Auch im gesamten Stadtgebiet von New Orleans fiel der Strom aus, wie die stĂ€dtische Einsatzzentrale mitteilte. "Der einzige Strom in der Stadt kommt von Generatoren", hieß es.

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Die Stadt bittet evakuierte BĂŒrger, zunĂ€chst nicht in die Stadt zurĂŒckzukommen. Es gebe in der Stadt keinen Strom und keine Grundversorgung, zudem seien viele Straßen voller TrĂŒmmer, teilte die Einsatzzentrale mit. In Großbuchstaben hieß es: "Kommen Sie nicht zurĂŒck."

Geschwindigkeiten von 240 km/h

In New Orleans leben knapp 400.000 Menschen. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Versorgung in KĂŒrze wiederhergestellt werden könne, teilte der Versorger Entergy mit. Der Hurrikan habe alle acht fĂŒr die Strombelieferung der Stadt zustĂ€ndigen Leitungen beschĂ€digt. Die Reparaturarbeiten dauerten an.

"Ida" war am Sonntagmittag (Ortszeit) aus dem Golf von Mexiko kommend sĂŒdwestlich der Stadt New Orleans auf die KĂŒste getroffen – mit Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde. Damit wĂ€re "Ida" fast ein Sturm der höchsten Kategorie fĂŒnf geworden.

Ein Satellitenbild zeigt die Ausmaße des Hurrikan: "Ida" ist auf den Tag genau 16 Jahre nach Hurrikan "Katrina" auf Land getroffen.
Ein Satellitenbild zeigt die Ausmaße des Hurrikan: "Ida" ist auf den Tag genau 16 Jahre nach Hurrikan "Katrina" auf Land getroffen. (Quelle: Noaa/Planet Pix/dpa-bilder)

Das Sturmsystem verlor ĂŒber Land nur langsam an Kraft und wurde erst nach gut sechs Stunden auf die StĂ€rke drei von fĂŒnf herabgestuft. Inzwischen ist der Sturm auf die Kategorie zwei herabgestuft worden, die Böen erreichen laut Nationalem Hurrikanzentrum (NCH) aber weiterhin Geschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern.

Viele zerstörte HÀuser und umgeknickte BÀume

Der Hurrikan verursachte an einigen Teilen der KĂŒste eine meterhohe Sturmflut. Wie US-Medien berichteten, war die Wucht des ankommenden Wassers so stark, dass das Wasser im Mississippi Messungen zufolge rund drei Stunden flussaufwĂ€rts floss. Meteorologen warnten zudem, dass die von "Ida" ausgelösten starken RegenfĂ€lle weitere Überschwemmungen verursachen könnten. Rettungsdienste stellten in dem Gebiet aus SicherheitsgrĂŒnden bis Montag die Arbeit ein.

Auf Fotos und Videos waren massive Überflutungen und SchĂ€den durch den Hurrikan zu sehen. Örtliche Medien berichteten von zerstörten HĂ€usern, ĂŒberfluteten Straßen und umgeknickten BĂ€umen sowie Strommasten. Im Ort Galliano habe der Sturm Teile des Daches eines Krankenhauses weggerissen. Es sei aber niemand verletzt worden.

Besonders betroffen waren niedrig liegende Gebiete sĂŒdwestlich der Stadt New Orleans, fĂŒr die es zuvor zumeist Evakuierungsanordnungen gegeben hatte. Auch aus der weiter nördlich gelegenen Kleinstadt Houma mit rund 30.000 Einwohnern, die direkt im Pfad des Sturms lag, kamen erste Berichte ĂŒber schwere SchĂ€den. In New Orleans waren Überschwemmungen und SchĂ€den an GebĂ€uden zu sehen.

Ein Teil eines Daches wurde im French Quarter in New Orleans vom Sturm auf die Straße gefegt.
Ein Teil eines Daches wurde im French Quarter in New Orleans vom Sturm auf die Straße gefegt. (Quelle: Eric Gray/ap-bilder)

"Ida" traf in Louisiana auf den Tag genau 16 Jahre nach der Ankunft des verheerenden Hurrikans "Katrina" auf Land. "Katrina" hatte in und um New Orleans katastrophale SchĂ€den und Überschwemmungen verursacht. Damals kamen rund 1.800 Menschen ums Leben. Seither wurden in der Region allerdings Milliarden in den Hochwasserschutz investiert.

Notstand ausgerufen

Gouverneur John Bel Edwards erklĂ€rte wegen des Hurrikans den Notstand, aktivierte die Nationalgarde mit rund 5.000 Soldaten und mobilisierte Hunderte Bergungsexperten. Zudem standen Tausende Arbeiter bereit, um die Stromversorgung wieder herzustellen. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema flog Hunderte Helfer und VorrĂ€te – darunter Millionen Mahlzeiten, Trinkwasser und Generatoren – in die Region. Auch Dutzende Krankenwagen und mehrere SanitĂ€tsflugzeuge wurden bereitgestellt. Die KĂŒstenwache stationierte zahlreiche Hubschrauber und Boote fĂŒr den bevorstehenden Rettungseinsatz. Auch das US-MilitĂ€r bereitete sich auf einen Hilfseinsatz vor.

Das wahre Ausmaß der Zerstörung werde in dem Bundesstaat erst ab Montag ersichtlich werden, so der Gouverneur Louisianas, sobald der Sturm in nordöstlicher Richtung abgezogen sei.

US-PrĂ€sident Joe Biden besuchte am Sonntag wegen des Sturms die Fema-Zentrale in Washington. "Das wird ein zerstörerischer Hurrikan, ein lebensbedrohlicher Sturm", warnte Biden. "An die Menschen der GolfkĂŒste, ich will, dass Sie wissen: Wir beten fĂŒr den besten Ausgang, und bereiten uns auf das Schlimmste vor." Biden versprach den Menschen die UnterstĂŒtzung der Regierung. "Sobald der Sturm vorĂŒbergezogen sein wird, werden wir die ganze Macht dieses Landes fĂŒr Rettung und Wiederaufbau einsetzen", sagte Biden.

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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
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