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Dramatische Folgen der Klimakrise ÔÇô die W├╝ste w├Ąchst

Von dpa
Aktualisiert am 23.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Kinder im S├╝den Madagaskars (Archivbild): Die schlimmste D├╝rre seit 40 Jahren gef├Ąhrdet das Leben Hunderttausender Menschen im afrikanischen Inselstaat Madagaskar.
Kinder im S├╝den Madagaskars (Archivbild): Die schlimmste D├╝rre seit 40 Jahren gef├Ąhrdet das Leben Hunderttausender Menschen im afrikanischen Inselstaat Madagaskar. (Quelle: Tsiory Andriantsoarana/WFP/dpa-bilder)
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Vor 25 Jahren trat die UN-Konvention zur Bek├Ąmpfung der W├╝stenbildung in Kraft. Im

Fr├╝her sind die Kinder noch in diesem Wasserbecken geschwommen. Das muss hier in der W├╝ste im Westen des Irak eine angenehme Abk├╝hlung gewesen sein. Seit Jahrhunderten speist eine unterirdische Quelle das Becken und versorgt die Oase Rahalija mit Wasser. Die Bewohner brauchen es f├╝r ihre Haushalte und die Palmen, von denen sie leben.


Die dramatischen Folgen der Klimakrise

Die Erde heizt sich immer weiter auf. Die Ver├Ąnderungen im globalen Klima haben Auswirkungen auf Menschen, Tieren und Pflanzen. Zehn Bilder zeigen die dramatischen Folgen der Klimakrise.
Eine der sichtbarsten Folgen der Klimakrise ist die Eisschmelze und diese hat wiederum Auswirkungen auf Eisb├Ąren. Die Tiere m├╝ssen schon jetzt l├Ąngere Strecken schwimmen, um festes Eis zu finden, von dem aus sie Robben jagen k├Ânnen.
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Doch vor etwa f├╝nf Jahren begann etwas, was sie hier noch nie erlebt haben: Der Wasserspiegel sank auf einmal rapide. Mittlerweile ist das Becken nur noch weniger als zur H├Ąlfte gef├╝llt.

"T├Ąglich merken wir, dass es weiter f├Ąllt"

Das Wasser bereite ihm gro├če Sorgen, sagt Abdelasis al-Harbi, der Vorsitzende der Landwirtschaftsgenossenschaft von Rahalija. "T├Ąglich merken wir, dass es weiter f├Ąllt." Schon sein Vater, sein Gro├čvater und deren Vorfahren h├Ątten hier Palmen angebaut. Jetzt brauche es dringend eine L├Âsung. "Alle unsere Palmeng├Ąrten sterben", klagt der Landwirt. Viele Bl├Ątter der B├Ąume sind bereits ausgetrocknet.

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Vor 25 Jahren (26.12.) trat die UN-Konvention gegen die W├╝stenbildung in Kraft. Die Vertragsstaaten verpflichteten sich, energisch gegen die Versteppung weiter Landstriche vorzugehen. Doch Rahalija erlebt: Dort droht die W├╝ste zu wachsen. Und es k├Ânnte noch viel schlimmer werden, denn den Nahen Osten erwartet in den n├Ąchsten Jahrzehnten zunehmend Trockenheit. Als "Hotspot des Klimawandels" m├╝ssen sich die Menschen dort auf h├Ąufigere und l├Ąngere D├╝rren einstellen, wie der Mainzer Klimaforscher Jos Lelieveld warnt.

Ursachen f├╝r Wassermangel komplex

F├╝r den Vize-B├╝rgermeister von Rahalija, Adil al-Schamari, steht fest, dass der Wassermangel mit dem Klimawandel zu tun hat. In diesem Jahr erlebten der Irak und Syrien eine der schlimmsten D├╝rren in Jahrzehnten. Wobei die Ursachen f├╝r den Wassermangel komplexer sind. Im Irak sind sie auch die Folge einer verfehlten Wasserpolitik. Derzeit trifft es das Land aber besonders stark, dass Euphrat und Tigris weniger Wasser bringen.

Dass unter anderem die T├╝rkei als Ursprungsland der beiden Fl├╝sse deren Zufluss gek├╝rzt habe, sei einer der Hauptfaktoren f├╝r die Wasserkrise im Irak, hei├čt es in einer Analyse des israelischen Begin-Sadat Centers for Strategic Studies. Doch Rahalija und der Irak, wo auch andere Gebiete unter starkem Wassermangel leiden, sind nur ein Beispiel f├╝r Trockenheit und D├╝rre. In vielen Weltregionen ist dieses Ph├Ąnomen zu beobachten.

Zweitgr├Â├čter See in der T├╝rkei trocknet aus

Der "Salzsee" (Tuz G├Âl├╝) in der zentralt├╝rkischen Provinz Konya ist eigentlich ein Vogelparadies. Tausende Flamingos br├╝ten dort jedes Jahr. Doch in diesem Sommer bot sich ein verst├Ârender Anblick: Kadaver von K├╝ken und Elternv├Âgeln bedeckten das ausgetrocknete Seebett. Tausende Flamingos verendeten, weil sie keine Nahrung mehr fanden. Der Wasserstand des urspr├╝nglich zweitgr├Â├čten Sees der T├╝rkei war im Laufe der Jahre immer weiter gesunken ÔÇô und steht Forschern zufolge kurz vor dem vollst├Ąndigen Austrocknen.

Grund daf├╝r sind nach Meinung von Experten die Klimakrise und eine falsche Agrarpolitik. Seit Jahren gehen die Niederschl├Ąge in der T├╝rkei zur├╝ck. Nach Angaben des staatlichen Meteorologischen Instituts regnete es dort zuletzt so wenig wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Ein Mann steht neben einem Bew├Ąsserungssystem, das die irakische Oase Rahalija mit Wasser versorgt (Archivbild): Eine unterirdische Quelle speist das Becken seit Jahrhunderten mit Wasser, doch mittlerweile ist das Becken nur noch weniger als zur H├Ąlfte gef├╝llt.
Ein Mann steht neben einem Bew├Ąsserungssystem, das die irakische Oase Rahalija mit Wasser versorgt (Archivbild): Eine unterirdische Quelle speist das Becken seit Jahrhunderten mit Wasser, doch mittlerweile ist das Becken nur noch weniger als zur H├Ąlfte gef├╝llt. (Quelle: Oliver Weiken/dpa-bilder)

Der Afrikas Ostk├╝ste vorgelagerte Inselstaat Madagaskar erlebt gerade seine schwerste D├╝rre seit Jahrzehnten. Vor allem im S├╝den w├Ąchst auf den Feldern kaum noch etwas, die Menschen m├╝ssten sich von Kaktusbl├Ąttern und Heuschrecken ern├Ąhren.

Ursache sei der Klimawandel, sagt das Weltern├Ąhrungsprogramm WFP. Doch Extremwetterereignisse wie St├╝rme, Unwetter oder Hitzewellen machen auf dem Kontinent auch dem S├╝dsudan und zunehmend Teilen der ostafrikanischen Staaten Mosambik, Kenia oder Somalia zu schaffen.

W├╝stenbildung in Indien nimmt zu

Daten der indischen Weltraumbeh├Ârde Isro zeigen, dass in Indien die W├╝stenbildung zunimmt. Ein wichtiger Faktor ist die sogenannte "gr├╝ne Revolution", ein radikaler Umbau der Landwirtschaft in den 1960er-Jahren, nachdem es zuvor Hungersn├Âte gegeben hatte. Bauern begannen ertragreicheres Saatgut und viele Chemikalien einzusetzen. Diese halfen, die Produktivit├Ąt deutlich zu steigern und das Land zu ern├Ąhren, schadeten aber auch den B├Âden.

Wegen Subventionsanreizen wird in besonders fruchtbaren Regionen vorwiegend Reis und Weizen angebaut, was viel Wasser ben├Âtigt. Beispielsweise im Bundesstaat Punjab sinkt deshalb der Grundwasserspiegel immer weiter ab, pro Jahr um 25 bis 30 Zentimeter. Mit zunehmender Urbanisierung k├Ânne die Erde zudem weniger Regenwasser aufnehmen, warnen Experten.

Verheerende Folgen in Australien

Experten gehen davon aus, dass die globale Erderw├Ąrmung in Down Under in Zukunft zu einer H├Ąufung von anhaltenden D├╝rren und anderen gravierenden Wetterph├Ąnomenen f├╝hren wird. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich die Trockenperioden geh├Ąuft, mit verheerenden Folgen: Von August 2019 bis M├Ąrz 2020 verw├╝steten gewaltige Buschbr├Ąnde in sechs der insgesamt acht australischen Bundesstaaten und Territorien ├╝ber zw├Âlf Millionen Hektar Land.

Das australische Landwirtschaftsministerium hat einen milliardenschweren D├╝rrefonds eingerichtet, um Farmer und Gemeinden besser auf Trockenperioden vorzubereiten. "D├╝rre ist ein dauerhaftes Merkmal der australischen Landschaft. Sie hat erhebliche wirtschaftliche, soziale und ├Âkologische Auswirkungen", hei├čt es.

Regenwald in Brasilien teilweise zerst├Ârt

Dass in weiten Teilen Brasiliens in den vergangenen Monaten Wassermangel und Trockenheit geherrscht hat, spiegelt Experten zufolge unter anderem die Folgen des Klimawandels. Eine Studie der Initiative Mapbiomas zeigte zudem, dass die Wasserfl├Ąche im gr├Â├čten Land Lateinamerikas seit Anfang der 1990er-Jahre um 15 Prozent zur├╝ckgegangen ist. Die Umwandlung von W├Ąldern f├╝r die Viehzucht und die Landwirtschaft sowie der Bau von Wasserkraftwerken trugen demnach zu dieser Entwicklung bei.

Rund 20 Prozent des urspr├╝nglichen Amazonas-Regenwaldes sind schon zerst├Ârt. Wissenschaftler warnen, bei einem Anteil von 25 Prozent sei ein Punkt erreicht, an dem sich das ganze Gebiet in eine Steppe verwandele.

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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
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