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Entführung von Milliardärs-Sohn gescheitert

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 18.06.2015Lesedauer: 2 Min.
Polizeifahrzeuge vor dem "Hofgut Sassen" in Schlitz: Hier lebt der Sohn des Schrauben-Milliardärs Reinhold Würth in einer Wohngemeinschaft für Behinderte.
Polizeifahrzeuge vor dem "Hofgut Sassen" in Schlitz: Hier lebt der Sohn des Schrauben-Milliardärs Reinhold Würth in einer Wohngemeinschaft für Behinderte. (Quelle: dpa-bilder)
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Dramatische Szenen in Osthessen: Kidnapper hatten dem Milliardärssohn Markus Würth aufgelauert. Sie verschleppten ihn, banden ihn an einen Baum und forderten von den Eltern drei Millionen Euro Lösegeld. Dann gaben sie plötzlich auf. Die Polizei jagt nun mit Hubschraubern und einem Sondereinsatzkommando die Entführer, die einige Rätsel aufgeben.

Die Polizei entdeckte den 50-jährigen Markus Würth am Donnerstagmorgen wenige Stunden nach seiner Verschleppung in einem Waldstück bei Würzburg. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verlangten die Kidnapper drei Millionen Euro Lösegeld. Zu einer Geldübergabe kam es den Ermittlern zufolge aber nicht.


Entführung des Würth-Sohns

Spektakuläre Entführung in der Nähe des osthessischen Ortes Schlitz: Ein 50-Jähriger wird gekidnappt. Die Täter wollen drei Millionen Euro Lösegeld.
Das Opfer ist der Sohn des "Schraubenkönigs": Mit seinem Unternehmen machte Reinhold Würth ein Vermögen. Es wird auf 6,6 Milliarden Euro geschätzt.
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Der oder die Täter sind flüchtig. Ein Großaufgebot der Polizei machte sich auf die Suche. Viele Fragen zu dem Kriminalfall sind noch offen.

Entführter lebt in WG für behinderte Menschen

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Der Sohn des 80-jährigen Unternehmers und Kunstliebhabers Reinhold Würth lebt in einer Wohngemeinschaft für behinderte Menschen nahe dem beschaulichen Schlitz in Osthessen. Er war am Mittwochmittag als vermisst gemeldet worden.

Am Stammsitz des Unternehmens in Künzelsau bei Heilbronn (Baden-Württemberg) ging dann telefonisch die Lösegeld-Forderung ein, wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr. Reinhold Würth und seine Ehefrau hätten sich zu dem Zeitpunkt auf einer Geschäftsreise in Griechenland befunden.

In einem Wald entdeckt

Am Donnerstagmorgen entdeckte die Polizei den 50-Jährigen nach umfangreichen Ermittlungen mehr als eine Stunde Autofahrt von seinem Wohnort entfernt in einem Wald. Nach einem "Bild"-Bericht verrieten die Kidnapper den Beamten überraschend, wo sich das Entführungsopfer befindet. Die Ermittler bestätigten diese Information aber noch nicht.

Wie genau der Sohn verschleppt wurde und ob er sich die ganze Zeit in der Gewalt seiner Entführer befand, ist unklar. Zu Details äußerten sich Staatsanwaltschaft und Polizei nicht, um die Suche nach den Kidnappern nicht zu gefährden. "Die Ermittlungen zu dem oder den Tätern dauern an", hieß es knapp.

Unternehmen verkauft unter anderem Schrauben

Das Therapiezentrum, in dem der 50-Jährige nach dpa-Informationen seit über 30 Jahren wohnt, liegt etwas abgelegen von der osthessischen Kleinstadt Schlitz in einem idyllischen Landstrich. Rund 250 Menschen mit intellektuellen Einschränkungen leben und arbeiten dort zusammen. Die Polizei riegelte die Einrichtung am Donnerstag weiträumig ab.

Das Vermögen von Reinhold Würth wird vom US-Magazin "Forbes" auf knapp 6,6 Milliarden Euro geschätzt, er zählt damit zu den reichsten Deutschen. Er hat neben dem Sohn auch noch zwei Töchter.

Der Konzern, die Würth-Gruppe, machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zehn Milliarden Euro. Das Unternehmen verkauft unter anderem Schrauben und Zubehör, Dübel oder Werkzeuge.

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