• Home
  • Panorama
  • Kriminalit√§t
  • Die T√§ter von K√∂ln: Verdacht f√§llt auf Pseudo-Syrer aus Marokko


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f√ľr einen TextSchiff zerbricht: 27 Seeleute vermisstSymbolbild f√ľr einen TextGro√üe √úberraschung in WimbledonSymbolbild f√ľr einen TextAffenpocken-Impfstoff angekommenSymbolbild f√ľr einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild f√ľr einen TextHandball-WM: Das sind die DHB-GegnerSymbolbild f√ľr einen TextRegierung r√§t zu NotstromaggregatenSymbolbild f√ľr einen TextMassenschl√§gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild f√ľr einen TextReiten: Olympiasiegerin disqualifiziertSymbolbild f√ľr einen TextKilometerlange Schlange an FlughafenSymbolbild f√ľr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild f√ľr einen TextFu√üg√§nger von Auto √ľberrollt ‚Äď totSymbolbild f√ľr einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild f√ľr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Verdacht fällt auf Pseudo-Syrer aus Marokko

Von Christian Kreutzer, t-online.de

Aktualisiert am 08.01.2016Lesedauer: 3 Min.
Perspektivlos in den Armenvierteln von Casablanca und Tanger: Jugendliche aus Marokkos Unterschicht
Jugendliche aus Marokkos Unterschicht (Quelle: Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Die Angelegenheit ist heikel: Bei den Silvester-Ausschreitungen in K√∂ln sollen vor allem Syrer beteiligt gewesen sein. Das k√∂nnte ein b√∂ser Irrtum zu Lasten der Kriegsfl√ľchtlinge sein. Denn dahinter steckt vermutlich ein Netzwerk nordafrikanischer Betr√ľger, die sich als Syrer ausgeben. t-online.de konnte die einzelnen Aussagen bislang nicht √ľberpr√ľfen.

Der Grund f√ľr den Verdacht gegen die Syrer: Die meisten der Festgenommenen an Silvester hatten statt Reisep√§ssen vor allem Registrierungsscheine des Bundesamtes f√ľr Migration dabei. Darin war Syrien als Herkunftsland angegeben. Die meisten von ihnen kommen aber aus Marokko und dem √ľbrigen Nordafrika, glauben Szene-Insider.

"Das waren alles unsere Leute"

Als Mahmud A.* am Silvesterabend gegen 23:30 Uhr an der Domplatte ankommt, sind dort nur kleine Gruppen von Menschen. Die Polizei hat den Platz gerade ger√§umt. F√ľr den Moment ist Ruhe. Der junge Mann mit marokkanischen Eltern sieht Gruppen von Algeriern und Marokkanern besoffen herumstehen.

Er erkennt sie im Vorbeigehen an ihrem speziellen arabischen Dialekt ‚Äď so wie ein Deutscher den Bayern, den Sachsen oder den Hamburger sofort heraush√∂ren kann.

Auch andere beobachten, dass auf dem Platz vor allem Nordafrikaner sind: "Das waren alles unsere Leute", habe ihm ein entsetzter Augenzeuge gesagt, erz√§hlt Fuad L *. Mit t-online.de will sein Freund zwar nicht sprechen. Er ist gerade aus Marokko gekommen und hat viel zu viel Angst davor, in irgendeiner Weise an die √Ėffentlichkeit zu gehen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar"
Ranga Yogeshwar: Der Wissenschaftsjournalist hat einen Appell mit der √úberschrift "Waffenstillstand jetzt!" unterschrieben.


Der Mann habe jedoch einige der Übergriffe beobachtet und daraufhin das Weite gesucht. "Sie können sicher sein, dass das stimmt", sagt Mahmoud. "Ich beobachte das schon eine ganze Weile und es geht mir schwer auf die Nerven, was meine Landsleute hier abziehen."

"Diese Typen lachen euch aus"

Mahmoud ist auch Marokkaner und lebt seit 15 Jahren in Deutschland. Das Land und seine Leute gefallen ihm. Doch das deutsche Justizsystem sei viel zu lasch, findet er. "Diese Typen von denen ich spreche, lachen euch aus", sagt er besorgt.

Vergangenen Sommer, erz√§hlt Mahmoud, sei er in Marokko gewesen. "In den Armenvierteln von Casablanca war Deutschland das ganz gro√üe Thema." Flugtickets in die T√ľrkei seien mit rund 400 Euro nach einem bisschen Sparen auch f√ľr ansonsten fast mittellose junge M√§nner erschwinglich gewesen. Im Moment ziehen die Flugpreise wegen der gro√üen Nachfrage sogar an, melden marokkanische Medien.

Von der T√ľrkei aus h√§tten sich dann viele Tausende Marokkaner √ľber die Balkanroute nach Deutschland aufgemacht und sich erfolgreich als Syrer ausgegeben. Dazu k√§me eine zweite Gro√ügruppe, die nach unr√ľhmlichen Straft√§ter-Karrieren in Spanien oder Belgien nach Deutschland weitergezogen sei.

"Kusi kusi" mit "Asylanten-Marocs"

Jetzt seien sie hier. Nicht, um Fu√ü zu fassen und zu arbeiten, wie so viele andere, nicht auf der Flucht um ihr Leben wie die Syrer, von denen Mahmoud viele kennt und f√ľr die er seine Hand ins Feuer legt. Sondern um zu betr√ľgen und zu klauen.

Auch A. erzählt, dass er in der Nähe des Kölner Neumarkts von Landsleuten abgerippt worden sei. "Asylanten-Marocs" nennt er sie. Sie hätten ihn auf Arabisch angesprochen und ihn "angetanzt". "Kusi kusi" heißt diese bekannte Betrugsmasche in Marokko. Dann hätten sie versucht, ihm den Geldbeutel zu klauen. Das Ganze sei in einer Schlägerei geendet.

"Das sind Arme und Asoziale", sagt Mahmoud. Zu Frauen h√§tten sie noch nie Kontakt gehabt. Von westlichen Frauen h√§tten sie eine abf√§llige Meinung und hielten deren Auftreten f√ľr eine Einladung zu √úbergriffen.

"Die rufen sich zu Hause an und sagen: Hey komm her, hier ist es locker, hier kannst du machen, was du willst", sagt Mahmoud. Dazu kommt, dass sie untereinander bestens vernetzt sind. In den Dealer-Revieren Kölns und mehreren anderen Großstädten seien die Marokkaner derzeit "die Chefs".

Syrer wollten Tätern "auf's Maul hauen"

Das best√§tigt auch ein Sprecher der D√ľsseldorfer Polizei. Und auch er sagt √ľber die vermeintlichen Syrer: "Wenn ich als Polizeibeamter so jemanden anhand des Registrierungsscheins kontrolliere, habe ich nicht die M√∂glichkeit, herauszufinden, wo der herkommt."

Die Syrer f√ľrchten jetzt um ihren Ruf. In einer Fl√ľchtlingsunterkunft im hessischen Babenhausen sollen nach t-online.de-Recherchen sogar einige versucht haben, sich nach K√∂ln aufzumachen, um den T√§tern "auf‚Äôs Maul zu hauen".

Fest steht: Rund 180.000 Marokkaner leben friedlich in Deutschland. Sie machen ihre Jobs und leben gut mit allen anderen zusammen. Einige Tausend Klein-Gangster könnten ihrem guten Ruf jedoch gewaltig schaden.

(* Namen von der Redaktion geändert)

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
DeutschlandMarokkoPolizeiSilvesterSyrienT√ľrkei
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten f√ľr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website