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Getöteter Flüchtlingsjunge: Täter fühlte sich durch Kinderspiel gestört

Getöteter Flüchtlingsjunge  

Täter fühlte sich durch Kinderspiel gestört

06.06.2017, 19:52 Uhr | AFP

Getöteter Flüchtlingsjunge: Täter fühlte sich durch Kinderspiel gestört. Mitarbeiter der Spurensicherung auf dem Gelände der Asylunterkunft nahe Arnschwang (Bayern). (Quelle: dpa/Armin Weigel)

Mitarbeiter der Spurensicherung auf dem Gelände der Asylunterkunft nahe Arnschwang (Bayern). (Quelle: Armin Weigel/dpa)

Nach dem tödlichen Übergriff eines afghanischen Asylbewerbers auf einen fünfjährigen Jungen deutet sich ein mögliches Tatmotiv an. Nach Aussagen der Mutter fühlte sich der 41-jährige Täter vom Spiel der Kinder gestört.

Es sei zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf der Täter zunächst auf die Frau und dann auf ihren fünfjährigen Sohn mit einem Messer losgegangen sei, so die Polizei. Die 47-Jährige gab in der ersten Vernehmung demnach auch an, dass sich der Täter schon zuvor mehrfach durch die Kinder in seiner Ruhe gestört fühlte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei bestand zwischen der Mutter und dem Täter außer der Nachbarschaft keinerlei Beziehung. Der Junge war am Samstag in einer Asylbewerberunterkunft im oberpfälzischen Arnschwang von dem Afghanen mit einem Messer erstochen worden. Der Fünfjährige starb durch einen Stich in den Hals.

Täter war vorbestraft

Die aus Russland stammende Mutter des Jungen erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Schnittverletzungen. Ein weiterer sechsjähriger Sohn der Frau blieb körperlich unverletzt. Der Angreifer wurde von einem Polizisten erschossen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren mindestens vier Bewohner der Unterkunft Augen- oder Ohrenzeugen der Tat. Sie sollen mit Hilfe von Dolmetschern befragt werden.

Der 41-jährige Täter hatte wegen einer vorangegangenen Verurteilung eine elektronische Fußfessel getragen. Er war wegen schwerer Brandstiftung im Jahr 2009 durch das Münchner Landgericht verurteilt worden. Die Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verbüßte er bis Januar 2015 vollständig. Nach seiner Entlassung lebte er als geduldeter Asylbewerber in der Unterkunft in Arnschwang, stand aber unter Führungsaufsicht.

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