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Schon wieder Kinder in Indien vergewaltigt und ermordet

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Demos gegen Regionalregierung  

Schon wieder Kinder in Indien vergewaltigt und ermordet

20.04.2018, 17:46 Uhr | dpa

Schon wieder Kinder in Indien vergewaltigt und ermordet. Demonstranten werfen Steine auf Polizisten: Eine brutale Gruppenvergewaltigung und Ermordung eines achtjährigen Mädchens in Indien setzt die Regionalregierung unter Druck. (Quelle: dpa/Mukhtar Khan)

Demonstranten werfen Steine auf Polizisten: Eine brutale Gruppenvergewaltigung und Ermordung eines achtjährigen Mädchens in Indien setzt die Regionalregierung unter Druck. (Quelle: Mukhtar Khan/dpa)

Erneut haben Sexualmorde an Kindern in Indien für Entsetzen gesorgt. Innerhalb weniger Tage wurden drei Kinder erst vergewaltigt und anschließend ermordet.

Ein neunjähriges Mädchen wurde in der Nacht zum Freitag im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh erwürgt aufgefunden, nachdem es mutmaßlich vergewaltigt worden war.

Im selben Bezirk war am Vortag die Leiche einer vergewaltigten Siebenjährigen gefunden worden. Und am Mittwoch wurde ein elfjähriges Mädchen im ostindischen Bundesstaat Chattisgarh vergewaltigt und mit einem Stein erschlagen.

Entsprechende Medienberichte bestätigten auf Anfrage am Freitag die zuständigen Polizeistellen. Alle drei Kinder wurden demnach von ihren Mördern von Hochzeitsfeiern weggelockt.

Mädchen eine Woche lang vergewaltigt

Vorige Woche hatte es in mehreren indischen Städten Demonstrationen wegen eines brutalen Verbrechens an einer Achtjährigen aus einer Gemeinde muslimischer Nomaden gegeben. Sie war im Januar laut Polizei aus ihrem Dorf im mehrheitlich muslimischen Himalaya-Bundesstaat Jammu und Kaschmir entführt, eine Woche lang von einer Gruppe Hindus vergewaltigt und dann ermordet worden.

Der Fall hatte auch für Aufsehen gesorgt, weil radikale Hindus mit Protesten die Freilassung der acht mutmaßlichen Täter forderten und das Einreichen der Klagen gegen sie zu verhindern versuchten.

Regierung unter Druck

Wegen dieses Falls und eines weiteren, bei dem ein Lokalabgeordneter der hindu-nationalistischen Regierungspartei BJP eine 16-Jährige vergewaltigt und die Polizei nichts unternommen haben soll, geriet Premierminister Narendra Modi auch international in die Kritik.

Die US-Zeitung "New York Times" warf ihm am Montag in einem Leitartikel vor, zu Verbrechen gegen Frauen und Minderheiten zu schweigen. Nach offiziellen Statistiken wurden 2016 in Indien 19.765 Vergewaltigungen von Minderjährigen erfasst.

Es dauerte nicht lange, bis die Regierung reagierte: Das Justizministerium habe den Obersten Gerichtshof darüber informiert, dass die Regierung eine Änderung des Kinderschutzgesetzes "aktiv in Erwägung ziehe", um die Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern einzuführen. Das berichtete die Nachrichtenagentur "Press Trust of India" am Freitag. Frauenministerin Maneka Gandhi hatte das bereits vergangene Woche gefordert. 

In Indien gibt es bereits die Todesstrafe für besonders brutale Morde oder Terrorangriffe; entsprechende Urteile werden aber selten vollstreckt.

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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