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Flensburg: Attacke im IC – Messerstecher wohl Flüchtling


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Erschossener Messerstecher soll Flüchtling gewesen sein

Von t-online, df, aj

Aktualisiert am 31.05.2018Lesedauer: 2 Min.
Nach der Messer-Attacke in einem IC in Flensburg: Polizisten sichern den Bahnsteig im Bahnhof.
Nach der Messer-Attacke in einem IC in Flensburg: Polizisten sichern den Bahnsteig im Bahnhof. (Quelle: dpa-bilder)
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In einem Intercity in Flensburg sticht ein Mann mit einem Messer auf einen anderen Fahrgast ein. Eine mitreisende Polizistin zieht ihre Dienstwaffe - und tötet den mutmaßlichen Angreifer, der ein Flüchtling aus Eritrea sein soll.

Der durch tödliche Schüsse einer Polizistin im Bahnhof Flensburg beendete Messerangriff in einem Intercity-Zug gibt auch am Tag danach noch Rätsel auf. Am Mittwochabend hatte ein Mann einen Fahrgast und eine Polizistin mit Messerstichen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Täter wurde von der Beamtin erschossen, die in dem Zug mitreiste. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, die Hintergründe und genauen Abläufe des Geschehens seien noch unklar. Es gebe aber bislang keine Hinweise auf einen "terroristischen oder politischen Hintergrund".


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Nach der Messer-Attacke in einem IC in Flensburg: Polizisten sichern den Bahnsteig im Bahnhof.
Nach der Messer-Attacke in einem IC in Flensburg: Polizisten sichern den Bahnsteig im Bahnhof. (Quelle: dpa-bilder)
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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei dem Täter um einen jungen Mann aus Eritrea. Der 24-Jährige sei nach den Ermittlungen im September 2015 als Flüchtling über Österreich nach Deutschland eingereist, hieß es in Sicherheitskreisen. Der Eritreer habe nach ersten Erkenntnissen einen Schutzstatus aus humanitären, politischen oder sonstigen Gründen gehabt, hieß es weiter. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.

Die 22-jährige Polizistin habe nach bisherigen Erkenntnissen ihre Dienstwaffe eingesetzt, teilte die Polizei mit. Weitere Angaben zu den Beteiligten und dem Tatmotiv machte sie zunächst nicht. Hinweise auf einen etwaigen islamistisch-terroristischen Hintergrund gab es zunächst keine.

Polizistin war nicht im Dienst

Der IC 2406 befand sich auf dem Weg von Köln nach Flensburg. Laut Bundespolizei ereignete sich der Vorfall gegen 19.00 Uhr im Bahnhof Flensburg. Die "Bild"-Zeitung berichtete, ein Zugbegleiter habe wegen eines Streits zwischen zwei Männern über Lautsprecher nach Polizisten an Bord gefragt. Die mitreisende Polizistin soll dann versucht haben, den Streit zu schlichten. Einer der Männer soll mit einem Messer auf den anderen eingestochen haben, bevor er auch die Polizistin attackiert habe. Die zuerst mit dem Messer attackierte Person wurde laut "Bild" schwer verletzt, soll aber nicht in Lebensgefahr schweben.

Ein Polizeisprecher sagte der Zeitung, dass die Polizistin nicht im Dienst war, aber in Uniform in dem Zug reiste. "Das ist nichts Außergewöhnliches, Polizisten dürfen in Uniform Zug fahren und sind dabei auch bewaffnet", wurde der Sprecher zitiert.

Der Flensburger Bahnhof wurde vorübergehend geräumt, war am Abend dann aber wieder zugänglich. Auch die Zufahrtsstraßen waren zwischenzeitlich gesperrt, der Zugverkehr nach Flensburg wurde unterbrochen.

Messerangriff in Zug in Flensburg - ein Toter
Bei einem Messerangriff in Flensburg gab es einen Toten sowie zwei Verletzte. (Quelle: Sebastian Iwersen/dpa-bilder)

Bundespolizei, Landespolizei und Kriminalpolizei waren vor Ort im Einsatz. Staatsanwaltschaft und Kripo haben die Ermittlungen übernommen.

Horst Seehofer zeigt sich "tief bestürzt"

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich "tief bestürzt" über den Messerangriff gezeigt. "Beiden Verletzten gilt mein tiefes Mitgefühl und ich wünsche ihnen eine hoffentlich schnelle Genesung", erklärte Seehofer am Mittwochabend. Dem Land Schleswig-Holstein bot Seehofer "jede gewünschte Hilfe" an.

"Gewalt darf nie geduldet werden, sei sie gegen die Bevölkerung oder gegen Polizisten gerichtet", betonte der Innenminister. Es sei ihm "ein wichtiges Anliegen, für die Sicherheit in Deutschland zu sorgen".

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Verwendete Quellen
  • Bericht des "Flensburger Tageblatts"
  • Bericht der "Bild"
    dpa
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  • Anna Aridzanjan
Von Anna Aridzanjan
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