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Kippa-Attacke in Berlin – 19-Jähriger gesteht: "Ich wollte ihn nicht schlagen"

Attacke auf Kippa-Träger  

19-Jähriger gesteht Gürtel-Attacke auf Israeli

20.06.2018, 13:18 Uhr | dpa, AFP

Dieses Video, aufgenommen in Berlin, zeigt, wie ein junger Mann auf offener Straße angegriffen und beleidigt wird, offenbar weil er Jude ist. (Screenshot: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)
Antisemitischer Angriff auf zwei Männer in Berlin

Übergriffe auf Juden in Deutschland: Bei einem Vorfall in Berlin filmte das Opfer den Angreifer, wie dieser mit dem Gürtel zuschlug. (Quelle: t-online.de)

Übergriffe auf Juden in Deutschland: Bei einem Vorfall in Berlin filmte das Opfer den Angreifer, wie dieser mit dem Gürtel zuschlug. (Quelle: t-online.de)


Rund zwei Monate nach der Attacke gegen einen Israeli mit Kippa in Berlin muss sich ein 19-Jähriger vor Gericht verantworten. Nun rechtfertigt er seinen Angriff.

Ein 19-jähriger Syrer hat gestanden, vor gut zwei Monaten einen Kippa tragenden Israeli in Berlin mit einem Gürtel geschlagen zu haben. Bei dem Prozess im Amtsgericht Berlin-Tiergarten fügte der Angeklagte hinzu, er habe den Mann nur einige Male getroffen. Zuvor sei er von dem Israeli oder dessen Begleiter beleidigt und beschimpft worden. Er habe gesagt: "Warum beschimpfst Du mich, ich habe dir nichts getan."

Der Gürtelangriff im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg hatte bundesweit für Empörung gesorgt und eine anhaltende Debatte über Antisemitismus in Deutschland ausgelöst. Der Israeli hatte den Angriff am 17. April gefilmt und das Video ins Internet gestellt. In dem Filmausschnitt war zu sehen, wie ein Mann mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und auf Arabisch "Jude" ruft. Laut Anklage traf die Gürtelschnalle das Opfer im Gesicht, am Bauch und an den Beinen, eine Lippe platzte auf. Demnach wurde der Israeli mit dem Gürtel mindestens zehnmal geschlagen.

Bei seiner Aussage sprach der Angeklagte anfangs Deutsch und sagte: "Es tut mir sehr leid, es war ein Fehler von mir." Er fügte hinzu: "Ich wollte ihn nicht schlagen, ich wollte ihm nur Angst machen." Er habe zuvor Drogen genommen. "Ich habe was gekifft, mein Kopf war müde." Weiter gab der Angeklagte an, zuvor noch nie jemanden geschlagen zu haben. Allerdings stellte sich heraus, dass offenbar auch im brandenburgischen Cottbus ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen ihn läuft.

Der Fall wird in Berlin ungewöhnlich schnell juristisch aufgearbeitet: Schon einen Monat nach dem Angriff war Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung erhoben worden. Der seit 2015 in Deutschland lebende Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Der Mann war einer Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg zugewiesen, hielt sich aber in Berlin auf. 

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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