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Karlsruhe: "Mafia-Prozess" in Karlsruhe gestartet

Scharfe Sicherheitskontrollen  

Mafia-Prozess in Karlsruhe gestartet

21.09.2018, 20:49 Uhr | AFP, dpa

Karlsruhe: "Mafia-Prozess" in Karlsruhe gestartet. Landgericht Karlsruhe (Quelle: dpa/Archivbild/Uli Deck)

Landgericht Karlsruhe (Quelle: Archivbild/Uli Deck/dpa)

Mit den neun Angeklagten ist kein Sitzungssaal in Konstanz groß genug. Die Männer müssen sich wegen einer Brandbreite von Verbrechen verantworten – vorerst im Landgericht Karlsruhe.

Die Eingänge werden streng überwacht und Taschen und Rucksäcke penibel kontrolliert. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am Freitag vor dem Landgericht Konstanz ein Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der italienischen Mafia begonnen. Insgesamt neun Männer sind wegen des Vorwurfs bandenmäßiger Drogengeschäfte angeklagt. Außerdem geht es in dem Mammutverfahren um versuchten Mord, Raub, Waffenhandel, Brandstiftung, Körperverletzung und Erpressung.

Angeklagt sind sie vor dem Landgericht Konstanz, das aber für die Vielzahl von Angeklagten, Verteidigern und Dolmetschern keinen ausreichend großen Sitzungssaal hat. Deshalb fand der Prozessauftakt in den Räumen des Landgerichts Karlsruhe statt. Ab Oktober soll dann in einer zum Verhandlungssaal umgebauten ehemaligen Kantine eines Unternehmens verhandelt werden.

Verbindungen zur italienischen Mafia

Die Tatverdächtigen sind im Alter zwischen 26 und 57 Jahren, die meisten von ihnen lebten zuletzt im Schwarzwald-Baar-Kreis, aber auch in Stuttgart und in einem Fall in Italien. Ab Oktober 2013 sollen sie im großen Stil mit Drogen gehandelt haben. Insgesamt sollen sie 270 Kilogramm Marihuana, 20 Kilogramm Haschisch und zweieinhalb Kilo Kokain verkauft haben - geliefert wurden die Drogen laut Anklage aus Italien.

Die Angeklagten, allesamt Italiener oder italienischer Herkunft, sollen mit der sizilianischen Mafia-Organisation Cosa Nostra sowie der kalabrischen 'Ndrangheta in Verbindung stehen.

Als Hauptbeschuldigte gelten vier Männer zwischen 49 und 53 Jahren. Sie sollen eine leitende Stellung innegehabt haben, "kontrollierend, steuernd und planend", wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagt. Einem davon wird auch versuchter Mord zur Last gelegt: Der 49-Jährige soll im Mai vergangenen Jahres auf zwei Menschen in einem Restaurant in Hüfingen geschossen haben, um so Differenzen um Drogengeschäfte zu regeln. Verletzt wurde niemand.

Ende Juni 2019 könnte es ein Urteil geben

Zwei Staatsanwälte stehen 17 Verteidigern gegenüber. Vorerst wurden 15 Zeugen geladen. Insgesamt 67 Verhandlungstage sind angesetzt. Ein Urteil könnte nach bisherigen Planungen frühestens Ende Juni kommenden Jahres fallen.

Der Festnahme der Angeklagten wie auch weiterer Verdächtiger Mitte vergangenen Jahres waren monatelange Ermittlungen in Deutschland wie auch Italien vorangegangen. Unter anderem fand die Polizei bei Durchsuchungen scharfe Schusswaffen, Drogen sowie hohe Summen mutmaßlichen Drogengelds.

Verwendete Quellen:
  • AFP, dpa

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