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Düsseldorf: Mann wirft Warnbake auf fahrendes Auto

Warnbake auf fahrendes Auto geworfen  

Mann zu sieben Jahren Haft verurteilt

05.10.2018, 18:56 Uhr | dpa

Düsseldorf: Mann wirft Warnbake auf fahrendes Auto. Warnbaken auf einer Baustelle: Ein Mann in Düsseldorf wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er eine Warnbake auf ein fahrendes Auto warf. (Quelle: imago images/Symbolbild/Rüdiger Wölk)

Warnbaken auf einer Baustelle: Ein Mann in Düsseldorf wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er eine Warnbake auf ein fahrendes Auto warf. (Quelle: Symbolbild/Rüdiger Wölk/imago images)

In Düsseldorf hat ein 31-Jähriger ein inklusive Fuß 33,5 Kilogramm schweres Schild auf ein fahrendes Auto geworfen. Der Täter war erst kurz zuvor aus dem Gefängnis freigekommen.

Weil er eine Warnbake samt schwerem Fuß auf ein fahrendes Auto warf, ist ein 31-Jähriger in Düsseldorf zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Mann am Freitag wegen versuchten Mordes und schweren gefährlichen Eingreifens in den Straßenverkehr schuldig. Als Mordmerkmal wurde in der Urteilsbegründung Heimtücke angegeben. Der Verurteilte habe mit der Tat Frust abbauen und größtmöglichen Schaden anrichten wollen.

Der Nigerianer hatte im April dieses Jahres die Warnbake von einer Tunnelbrüstung in der Düsseldorfer Innenstadt in den fließenden Verkehr geworfen. Das zweieinhalb Kilogramm schwere Schild zerstörte die Windschutzscheibe des Autos eines 46-Jährigen. Auf dem Beifahrersitz saß seine 80-jährige Mutter. Die beiden hatten Glück: Der mehr als 31 Kilogramm schwere Standfuß verfehlte den Wagen knapp. Beide blieben unverletzt.

Opfer verfolgte Täter zu Fuß

Der Autofahrer stieg aus und nahm zu Fuß die Verfolgung des Täters auf, während er gleichzeitig die Polizei alarmierte. Kurz darauf wurde der 31-Jährige festgenommen. Erst zwei Tage vor der Tat hatte der Mann nach Angaben einer Gerichtssprecherin eine vorherige Haftstrafe abgesessen.

Während die Staatsanwaltschaft am Freitag acht Jahre Haft forderte, plädierte die Verteidigung auf Freispruch. Der 31-Jährige hatte während des Prozesses seine Unschuld beteuert. DNA-Spuren oder Fingerabdrücke von ihm fanden sich an der Warnbake zwar nicht, mehrere Zeugen hatten ihn aber belastet.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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